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Gelungene Premiere der „Vermasselten Hochtiet“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Seit 19 Jahren darf ich die Premieren der Bühne des ,Plattdeutschen Rings Leck‘ eröffnen, aber noch niemals fanden sich dazu so viele Zuschauer ein wie am heutigen Abend.“ So ließ sich Karl („Charly“) Werner, Chef der als Träger der Bühne fungierenden VHS (vormals „Abendvolkshochschule“) Leck, vernehmen, als er die mehr als 250 erschienenen Gäste willkommen hieß. Sie alle waren in die Nordsee Akademie gekommen, um der ersten Darbietung im Festsaal der Akademie des Schwanks „De vermasselte Hochtiet“ beizuwohnen.

Ihre hochgesteckten Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden. Schon als der Vorhang sich öffnete, brauste lebhafter Beifall auf. Er galt dem von Stephan Ostrinsky meisterlich gestalteten Bühnenbild, das einen hellen, modernen und mit abstrakten Bilden geschmückten Wohnraum zeigte. Als entschieden weniger freundlich erweist sich die in dem Raum herrschende Stimmung, weil einige der Akteure mit der bevorstehenden Hochzeit der trotzigen Braut Nina (Finja Petersen), insbesondere mit dem zwielichtigen Bräutigam Lothar (Roland Herpel) nicht einverstanden sind. Dies aber überspielen sie, indem sie sich auf die organisatorischen Vorbereitungen stürzen. Nur dem listigen Opa Rudi (Asmus Schaffer) gelingt es, sich – mit Unterstützung von Bodo, dem ständig filmenden Onkel der Braut (Peter M. Nissen) – davor erfolgreich zu drücken, indem er sich als „tüdeliger“ Greis ausgibt. Die dadurch gewonnene Zeit nutzt er – wie schon der Titel des Dreiakters (geschrieben von Walter G. Pfaus, von Jan Harrjes ins Plattdeutsche übertragen) aussagt – dem unerwünschten Bräutigam die Hochzeit zu vermasseln. An der Ver- und Entwicklung der Handlung beteiligt sind auch Tante Kathi (Britta Steensen), die als temperamentvolle Hochzeitsbitterin alle Hände voll zu tun hat, sowie Brautmutter Rosi (Angela Christiansen). Nils (Thomas Jensen), der Ex-Lover der Braut sowie Anja (Frauke Harner), die beste Freundin der Braut, übernehmen auffällig intensiv ihre Aufgaben.

Alle Darsteller füllten ihre Rollen textsicher und mit Engagement aus. Dadurch hatte die Theaterleiterin Asta Steensen als „Toopuster“ nur wenig erkennbare Arbeit. Nach erfolgtem Happyend – Genaueres wird noch nicht verraten – beklatsche das Publikum alle Akteure mit lebhaftem Beifall. Dieser galt auch dem Regisseur Joachim Janke, den Maskenbildnerinnen Rita Gummelt und Natalie Niemeyer, den Technikern Heinrich Breckling und Olaf Arps sowie dem für Multimedia und Internet zuständigen Assistenten Olaf Arps.

Weitere Aufführungen, jeweils um 20 Uhr in der Nordsee Akademie: Di., 3. März; Do., 5. März; Sa., 7. März; Di., 10. März; Do., 12. März; Sa., 14. März; Di., 17. März; Do., 19. März und Fr., 20. März. Karten an der Abendkasse erhältlich.



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erstellt am 01.Mär.2015 | 12:34 Uhr

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