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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:15 Uhr

Gelungene Posaunen-Premiere

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit intensivem Übungsfleiß haben Musiker und Ausbilder einer Anfänger-Bläsergruppe es innerhalb kurzer Zeit zur Konzertreife geschafft

Der im Jahre 1928 als „Ableger“ des Posaunenchores Süderlügum erstmals öffentlich aufgetretene Posaunenchor Ladelund, der ab 2006 rund acht Jahre lang ruhte, hat allen Grund, seiner musikalischen Zukunft wieder gelassen entgegen zu sehen. Dafür spricht das gute Gelingen einer „Musikalischen Adventsandacht“ in der Ladelunder St. Petri-Kirche, im Verlaufe derer sechs Bläseranfänger – zusammen mit einigen „alten Hasen“ des nach den Sommerferien 2014 wiederbelebten Hauptchores – erstmals ein gemeinsames Programm gestalteten.


Die Ausbildung der Anfänger startete Ostern 2015


Dass dies möglich wurde, ist Dr. Ilse Kjer zu verdanken, die – zusammen mit ihrem Ehemann Dr. Volkert Kjer – Mitte 2014 acht erfahrene Musiker reaktivierte und zusätzlich – seit Ostern 2015 – eine Gruppe von Anfängern ausbildete. In derart kurzer Zeit das Spielen der Instrumente so weit erlernt zu haben, dass ein öffentliches Musizieren möglich wurde, zeugt von intensivem Übungsfleiß der Anfänger und gekonnter Arbeit ihrer Ausbilder.

Als Verstärkung mit von der Partie waren auch das – heute dem Achtruper „Martin-Luther-Bläserkreis“ angehörende – Ehepaar Dr. Ute und Dr. Johannes Prechel (Trompete und Tuba). Als Sänger erfreute Ralph Lebro die Versammelten mit dem – vom Posaunenchor begleiteten – in dänischer und englischer Sprache gesungenen Lied von „Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase“.

Mirko March waltete seines Amtes als Dirigent und Organist, der einige Lieder abwechslungsreich begleitete und am Ende mit einer fetzigen Improvisation aufwartete. Den liturgischen Part des gottesdienstähnlichen Konzertes bestritt Pastor Hans-Joachim Stuck, der auch mehrere literarische Texte vorlas, darunter „Winterpsalm“ von Lothar Zenetti, „Interview“ von Marie Luise Kaschnitz und „Spring ins Kalte“ von Eckart von Hirschhausen.


„Allemande“ als besonderer musikalischer Leckerbissen


Mit der wuchtig vorgetragenen Aufforderung „Machet die Tore weit!“, einem festlichen Satz von Andreas Hammerschmidt, eröffnete der Posaunenhauptchor das Musikprogramm. Die Zuhörer wurden im Verlaufe des Abends mehrmals durch Mitsingen von Liedern und einem Kanon aus dem Evangelischen Gesangbuch aktiv ins musikalische Geschehen einbezogen, zum Beispiel bei den Chorälen „Nun komm, der Heiden Heiland“, „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Wie soll ich dich empfangen“.

Die – vom Hauptchor unterstützten – Jungbläser ließen die Lieder „Der kleine Trommler“ und „Leise rieselt der Schnee“ (Satz: Dieter Wendel) erklingen und beteiligten sich auch an der Begleitung der Gemeindelieder. Als besonderer musikalischer Leckerbissen erwies sich die vom Posaunenchor zelebrierte „Allemande“ von Johann-Hermann Schein, die an das Musizieren der frühbarocken „Stadtpfeifer“ erinnerte. Das andächtig vorgetragene Weihnachtslied „Oh komm, oh komm, du Morgenstern“ leiteten die Bläser mit einem ruhigen, besonders klangschönen Vorspiel von Jürgen Pfiester ein. Besonders gut gelang ihnen auch das vor Freude strotzende Präludium zu „Tochter Zion“, dem traditionsreichen Lied, ohne das eine Weihnachtsfeier in Ladelund kaum denkbar ist. Nach Dankesworten, die Pastor Stuck an alle Mitwirkenden des Konzertes richtete, verabschiedeten sich die Bläser noch mit einer Zugabe: „Morgen, Kinder, wird’s was geben“, das Hans-Christian Nommensen blechbläsergerecht arrangiert hatte.


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