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Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 02:19 Uhr

„Geil“: Staunen in 68 Meter Höhe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler und Lehramtsstudenten aus Bayern bekamen im Ellhöfter Windpark Anschauungsunterricht

Wer sich über die Erneuerbaren Energien und speziell die Windenergie informieren möchte, ist bei der Windpark Ellhöft GmbH & Co KG genau richtig. So weilten jetzt auch wieder 36 Schüler der siebten Klasse mit zwei Lehrkräften der Anton-Kliegl-Mittelschule aus Bad Kissingen zusammen mit elf Lehramtsstudenten und einem Dozenten der Universität Würzburg im Grenzdorf. Beide Gruppen behandeln derzeit gemeinsam das Thema Geographie. Und für eine Studentin war dieser Anschauungs-Besuch von besonderer Bedeutung, denn sie schreibt demnächst ihre Abschlussarbeit über die Erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt Windkraft.

Schon als einige der Gruppe im Tesla mit Elektroantrieb von Windpark-Geschäftsführer Reinhard Christiansen abgeholt wurden, gab es für sie das erste Aha-Erlebnis – ein fast geräuschloses Auto. Reinhard Christiansen erläuterte dann den vor 17 Jahren erstellten Windpark Ellhöft, einen reinen Bürgerwindpark im Eigentum zahlreicher Einwohner. Die sechs „1300 kW AN Bonus“ (heute Siemens) Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 62 Metern produzieren pro Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden, das entspricht dem Jahresstromverbrauch von etwa 4100 Haushalten mit je vier Personen. „Für die gleiche Menge erzeugten Stroms wären bei der Nutzung von fossilen Brennstoffen 16  885 Tonnen Kohlendioxid freigestellt worden und bei nuklearen Stromerzeugung wären 55 Kilogramm Atommüll angefallen.“

In der Region werde mehr Strom erzeugt als hier benötigt, „da die geplante Stromleitung nach Bayern immer noch nicht fertig ist“, so Reinhard Christiansen. Deshalb solle der Windstrom zu Wasserstoff veredelt werden, um damit Fahrzeuge vom Pkw bis zu Eisenbahn-Lokomotiven anzutreiben. Auch hieran werde in Ellhöft mit der Firma „Energie des Nordens“ mit Hochdruck gearbeitet. Dazu stand der Geschäftsführer Marko Bartelsen der Gruppe mit weiteren Ausführungen zur Verfügung. Auch Windkraft-Experte und Geschäftsführer Horst Leithoff beantwortete Fragen.

Dann durften die Gäste gemeinsam mit Reinhard Christiansen eine Mühle bis zur Nabenhöhe von 68 Metern besteigen. Hierzu mussten sie 220 Leiterstufen in Abständen von jeweils sechs Meter Höhe besteigen. Als sich die beiden Klappen der Gondel nacheinander öffneten, bot sich den Besuchern ein beeindruckender Blick. So hörte man auch nur knappe Kommentare wie „ah“, oh“ oder „geil“.




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erstellt am 07.Jul.2017 | 13:07 Uhr

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