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H5N8-Virus in Aventoft : Geflügelpest in Rosenkranz: „Jetzt bitte keine Panik“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Eine infizierte Nonnengans wurde in Aventoft gefunden. Experten raten: Hunde anleinen und Schutzmaßnahmen beachten.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2016 | 19:32 Uhr

Das H5N8-Virus ist in Südtondern angekommen: Das hat das Friedrich-Löffler-Institut am Wochenende bestätigt. Gefunden wurde die tote, mit der Geflügelpest infizierte Nonnengans bereits am 1. Dezember im Ortsteil Rosenkranz der Gemeinde Aventoft. „Jetzt bitte nicht in Panik ausbrechen“, sagt Wolfgang Stapelfeldt, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Südtondern. Die Behörden hätten die Seuche im Griff. „Es ist schlimm, dass Vögel daran sterben, aber es besteht keine Gefahr für Menschen. Auch jede Weihnachtsgans kann unbesorgt genossen werden.“

Es gelte nun, die weitere Ausbreitung zu verhindern – und das nicht nur für Geflügelhalter. Stapelfeldt: „Es ist ganz wichtig, dass Hunde- und Katzenhalter ihre Tiere nicht mehr frei laufen lassen.“ Dass sich etwa ein freilaufender Hund so eine tote Nonnengans vornehme, verschleppe und damit das Virus verbreite, liege in der Verantwortung der Besitzer.

Wer tote Wildvögel entdeckt, möge sie umgehend dem Ordnungsamt melden (Telefon 04661/601311, Hans-Friedrich Andresen), erinnert Stapelfeldt. „Große Geflügel-Nutztierhaltungen haben wir zum Glück in Südtondern nicht“, sagt der Kreisbauernchef weiter. Für Geflügelhalter sei es wichtig, die Schutzbestimmungen einzuhalten, um den eigenen und andere Bestände zu schützen. „Jeder Bestand muss bekannt und gemeldet sein. Geflügel muss in den Ställen bleiben und darf keinen Kontakt mit anderen Tieren haben, dazu gehören Hunde und Katzen, aber auch Ratten. Halter müssen Schutzkleidung tragen, die Desinfektion beachten und Auffälligkeiten sofort melden.“

Das Kreis-Veterinäramt hat Restriktionskreise rund um die Fundstelle eingerichtet: Die inneren drei Kilometer gelten als Sperrbezirk, die äußeren sieben Kilometer als Beobachtungsgebiet. Große Geflügel-Bestände gibt es laut Bürgermeistern Christine Harksen in Aventoft nicht. Soweit sie wisse, hätten alle Geflügelhalter in der Gemeinde ihre Tiere aufgestallt – „zumindest hoffe ich das“. Ihre Weihnachtsgans hat die Gemeindechefin schon vor zwei Wochen in Neukirchen gekauft. Die Tiere dort seien schon früher geschlachtet worden, weil eine Aufstallung zu viel Stress bedeutet hätte. „Ich denke, dass das auch andere Geflügelhalter so gemacht haben.“ Siehe auch Seite 14

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