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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 17:59 Uhr

Gefahr auf dem Zebrastreifen

vom

Ausschuss-Mitglieder kritisieren Fehlverhalten: Fahrradfahrer müssten absteigen und schieben, doch das machen die wenigsten

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Niebüll | Für die Radfahrer wird in Niebüll noch eine Menge getan. Allein 21 von den 34 vorgeschlagenen Maßnahmen im Generalverkehrsplan zielen auf sicheres Fortkommen für die Radler ab. In diesem Zusammenhang regte der Vorsitzende des Ausschusses für Bau und Verkehr, Karl-Heinz Schmidt (SPD), in der jüngsten Sitzung die "Wiederbelebung" des Arbeitskreises Schulwegsicherung an. Endgültig entschieden wird das beim nächsten Treffen.

Dass in Bezug auf sicheres Fortkommen auch die Radfahrer selbst gefordert sind, brachte Ausschussmitglied Bert Bruhn (CDU) zur Sprache. "Die fahren da einfach rüber", kritisierte er den gefährlichen Leichtsinn von Radlern, die vom Kirchensteig aus über den Zebrastreifen in der Brandkuhle fahren, statt abzusteigen und zu schieben. Das sei von Anbeginn an so gewesen, bestätigte Bürgermeister Wilfried Bockholt diese Beobachtung. "Die Angst der Autofahrer, dass einer da rüberfährt, ist gewaltig", wusste der Bürgermeister zu berichten. Selbst Eltern mit Kindern verhalten sich hier verkehrswidrig und gefährden sich und ihren Nachwuchs. Man sollte, so Ausschuss-Mitglied Bettina Fritzsche (CDU), morgens kontrollieren: "Es sind ja immer dieselben, die da rüberfahren." Bürgermeister Bockholt regte einen Versuch mit einem Schriftzug an, der bei der nächsten Sanierung auf den Zebrastreifen aufgebracht wird und den Radfahrern signalisieren soll, dass sie absteigen müssen.

Diskutiert wurden im Ausschuss auch die Empfehlungen im Generalverkehrsplan für den motorisierten Verkehr. "Sie sollen nicht in der Schublade verschwinden, sondern es soll eine Umsetzung erfolgen", erklärte Ausschuss-Vorsitzender Karl-Heinz Schmidt (SPD) mit Hinweis auf die ersten vier Punkte. Sie betreffen die künftige Osttangente mit dem Umbau des Knotenpunktes Peter-Schmidts-Weg/Bahnhofstraße/Hans-Peter-Feddersen-Straße zu einem kleinen Kreisverkehrsplatz, die abknickende Vorfahrt von der Bahnhofstraße in die Straße "Zum Stellwerk" und den Umbau des Knotenpunktes Zum Stellwerk/Osterweg. An dieser Kreuzung sollen die Varianten Minikreisverkehr oder abknickende Vorfahrt geprüft werden. Als vierte Maßnahme steht die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h im Osterweg zwischen dem Bereich Zum Stellwerk und dem Peter-Schmidts-Weg im Maßnahmenkatalog. Für diese vier Maßnahmen seien mit Behörden Vorgespräche erforderlich, machte Schmidt deutlich. Mit diesen Gesprächen beauftragte der Ausschuss die Verwaltung.

Kurz diskutiert wurden die Maßnahmen nach einem Einwand von Ausschuss-Mitglied Holger Jessen (SPD), der sich für Alternativen zum Kreisverkehrsplatz Peter-Schmidts-Weg/Bahnhofstraße aussprach. "Die Einfallstraßen sind wichtige Bypässe für das Zentrum", befürchtete Jessen, dass durch einen Kreisverkehr die Kundenströme abgelenkt werden und dies zu Lasten der Innenstadt-Süd. Ausschuss-Mitglied Bettina Fritzsche (CDU) wies auf die Begründung für den Kreisverkehr hin: Die Bewohner aus den Baugebieten haben Probleme, rauszukommen, deswegen werde der Kreisverkehr auf keinen Fall in Frage gestellt. "Der Zug ist abgefahren", machte auch der Ausschuss-Vorsitzende klar. "Die Grundsatzentscheidung ist gefasst. Die Ausführungsplanung ist in Auftrag gegeben. Der Kreisverkehr kommt."

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