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Nordfriesland Tageblatt

19. Oktober 2017 | 00:18 Uhr

Engagement : Geduld und Toleranz sind gefragt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Hospizverein Südtondern sucht weiterhin ehrenamtliche Helfer, die sich zu Sterbebegleitern ausbilden lassen.

von
erstellt am 31.Mär.2015 | 12:00 Uhr

„Da sein und begleiten, zuhören und miteinander reden“ – die Mitarbeiter des Hospizvereins Südtondern kümmern sich um Menschen in ihrer letzten Lebensphase: zu Hause, in Pflegeheimen, in Krankenhäusern. Und: Sie unterstützen Angehörige in der Zeit des Abschieds und der Trauer. Ehrenamtlich, losgelöst von Religionszugehörigkeit und Konfession.

Der Hospizverein Südtondern hat 2014 insgesamt 136 betroffene Menschen mit ihren Angehörigen und Freunden unterstützt und begleitet. Diese Arbeit wurde von 54 gut ausgebildeten Hospizhelfern geleistet. Zusätzlich wurden im Wilhelminen-Hospiz, in der Boutique Wilhelmine sowie in der Initiativgruppe (sie plant und organisiert Benefizveranstaltungen, Flohmärkte, Aktionen und kümmert sich um Infostände bei Veranstaltungen) und bei anderen Gelegenheiten viele ehrenamtliche Stunden (insgesamt etwa 4700) investiert. „Zahlen spielen in der Hospizarbeit allerdings keine entscheidende Rolle“, macht Vorsitzende Christel Tychsen deutlich. „Die Erkrankten und ihre Familien stehen im Vordergrund. Es geht um Schicksale.“

Koordinatorinnen der Ehrenamtler im Hospizverein Südtondern sind Heike Matthiesen und Ute Matthiesen. Grundsätzlich kann Jede und Jeder, der Kraft für die Sterbebegleitung im Hospizsinne hat, aktiv mitarbeiten. Eigenschaften wie Geduld, Hilfsbereitschaft und Toleranz, seelische und körperliche Belastbarkeit sind als Grundvoraussetzungen erwünscht. Außerdem sollten alle, die den Weg der Ausbildung zum Hospizhelfer gehen und sich für die ambulante Begleitung von Sterbenden qualifizieren möchten, in der Lage sein, eigene und fremde Bedürfnisse wahrzunehmen und verbindlich ihre Zusagen einzuhalten. Wer bereits über eine entsprechende Ausbildung in der Hospizarbeit verfügt, kann jederzeit das Team verstärken. Jeder wird gebraucht. Christel Tychsen: „Der Bedarf steigt.“

Etwa 200 Mitglieder zählt der Hospizverein Südtondern aktuell. Auch Mitglied werden kann jeder. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf mindestens 15 Euro. Nach oben gibt es keine Grenze. Während der Jahresversammlung gab es Veränderungen im Vorstand. Verabschiedet wurden Schriftführerin Helga Herrmann (seit 1997 dabei) sowie Beisitzerin Katharina Repen (sie hat das Amt seit 2007 inne). Beide sind auch ehrenamtliche Sterbebegleiter. Sönke Treinat ist neuer Beisitzer, der Posten des Schriftführers bleibt vakant. Bestätigt wurden in ihrem Ehrenamt die stellvertretende Vorsitzende Gretel Petersen und Kassenprüferin Carola Sievertsen.

Fortbildungen, wie eine Unterweisung in Kinästhetik, ein Wochenendseminar zum Thema Kommunikation, Treffen zu einem Erfahrungsaustausch mit Ehrenamtlichen der Nachbar-Hospizvereine Husum, Sylt, Föhr und Tönning und weitere Aktivitäten standen im vergangenen Jahr an. Ute Matthiesen: „Es geht auch immer darum, Kontakte zu pflegen.“

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