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Fläche wir halbiert : Galmsbülls Friedhof ist zu groß

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund fünf Beerdigungen pro Jahr bringen nur einen Bruchteil dessen ein, was die Unterhaltung der 2,5 Hektar großen Anlage kostet.

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erstellt am 16.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Es ist längst ein offenes Geheimnis, dass der Friedhof an der St. Gallus-Kirche zu groß ist. Die etwa fünf Beerdigungen pro Jahr bringen nur einen Bruchteil dessen ein, was die Unterhaltung der 2,5 Hektar großen Anlage kostet. Das für 650 Grabstätten vorgesehene Friedhofsgelände ist nur mit etwa 160 Gräbern besetzt, muss aber in seiner Gesamtheit gepflegt werden.

Diese und andere Fragen beschäftigten die Gemeindevertretung jetzt in ihrer 14. Sitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Sinje Stein. Zum „Thema des Tages“ referierten die Landschaftsarchitektinnen Jo Agnes Hauck aus Flensburg und die einheimische Dunja Kirchner. Beide hatten sich Gedanken über eine Neuordnung des Friedhofs gemacht und präsentierten ihre Vorstellungen der Gemeindevertretung, nachdem bereits Bauausschuss und Kirchengemeinderat informiert worden waren.

Zur Kostenunterdeckung gesellte sich noch der (allgemeine) Trend zum pflegeleichten Urnengrab, das zudem auch noch einen Flächenüberhang bewirkt. Als kostenrelevant wurde ferner die Erreichbarkeit der Gräber geschildert – erreichbar für jedermann, auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zudem wurde das Gesamtbild des Friedhofs zu unterschiedlich: hier die teilweise überdimensionalen Famliengräber, die von einstigem Wohlstand zeugten, da die pflegeleichten Rasen-und Beetgräber. In der Gesamtheit wurde das Bild des 125 Jahre alten Friedhofs nicht mehr stimmig, wenngleich sich um einzelne alte Gräber Koogs- und Famliengeschichte(n ) ranken.

Die Vorschläge der beiden Architektinnen gehen dahin, das Friedhofsareal zu teilen. Eine Hälfte soll Friedhof bleiben, die andere eine parkartige öffentliche Grünfläche werden, auf der die dort noch bestehenden Grabstellen auslaufen. Die beiden Expertinnen erläuterten weitere Details, die in die nun folgenden Erörterungen einbezogen werden. Eines Tages kehrt das Thema auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung zurück, die das letzte Wort über die Zukunft des einstigen Patronatsfriedhofs haben wird.

Weiteres  aus der Sitzung

Die Gemeindevertretung stimmte dem Jahresabschluss 2014 erst jetzt zu, nachdem der Erlass neuer Rechtsvorschriften abgewartet wurde. Der Jahresüberschuss von 8823 Euro wurde den Rücklagen zugeführt und Haushaltsüberschreitungen  in Höhe von 1 046 296 Euro genehmigt.

 Die Landjugendgruppe erhält einen Zuschuss von 2500 Euro.

 Gülledepots sollen künftig so aufgestellt werden, dass sie den Durchgangsverkehr nicht behindern.

 Nach den Verlustvorträgen sind nun auch Gewinnvorträge möglich, die für Investitionen angespart werden können.

 Auf dem Ideenabend „Wir sind Galmsbüll“ wurde das neue Gesamtbild mit der Narzissenblüte gelobt. 2015 waren 12000 Narzissenzwiebeln gesetzt worden.

 Die Zuwegung zum Biikeplatz soll asphaltiert werden.

 Die Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen ist überaltert und soll neugefasst werden.

 Für die Verlegung von Leerrohren für die Breitbandversorgung im Gottesgabener und Nordersten Weg wurden die Arbeiten vergeben.

 Neues Mitglied im Bau-, Wege-und Umweltausschuss ist Gemeindevertreter Thomas Frömbgen.     

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