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Alleingang : Galmsbüll will Breitband in Eigenregie

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde rechnet sich dadurch Kosteneinsparungen aus. Baukosten für Kabelverlegung: rund 1,8 Millionen Euro

„Die Gemeinde Galmsbüll scheidet aus der Breitbandgesellschaft aus und übernimmt den Netzausbau in Eigenregie und damit auf eigene Kosten.“ Das teilte Bürgermeisterin Sinje Stein in der 11. Sitzung der Gemeindevertretung mit.

Grund für diesen Entschluss sind die unverhältnismäßig weiten Entfernungen bei der Verlegung des Glasfaserkabels. Für die Hausanschlüsse im großen Außenbereich kann das Kostenlimit von 3500 Euro nicht eingehalten werden. Die Baukosten liegen nach Angaben der Bürgermeisterin bei 1,8 Millionen Euro. Sie sind insofern noch günstig, als bei Bauarbeiten an den Gemeindestraßen Leerrohre mitverlegt werden.

Die Entscheidung der Gemeinde löst eine Reihe von Schritten aus, für die sich die Gemeinde juristischen Rates bedient, um sicher zu gehen und keinerlei Rechte und Richtlinien zu verletzen. Am Ende (man hofft, dass das schon 2016 der Fall sein wird) ist die Gemeinde Eigentümer des Netzes, muss sich allerdings auch noch vor dessen Inbetriebnahme einen Betreiber suchen.

Neben dem Thema Breitband, stand auch die Zukunft des ehemaligen „Morgensterngeländes“ auf der Tagesordnung: Für das Areal des früheren Gasthofes und künftigen Grundstücks eines dort geplanten „Erlebnishotels“ wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 7 der Gemeinde gefasst. Die gesamte Fläche des geplanten Bauvorhabens liegt teils auf Galmsbüller, teils auf Niebüller Gebiet. Einer 1. Änderung des B-Plans 6 verweigerte die Gemeindevertretung ihre Zustimmung. Dort sollte das Bürogebäude für den geplanten Pferdezuchtbetrieb um eine Wohnung erweitert werden. Dauerwohnraum im Außenbereich zu schaffen, sei nicht erlaubt, hieß es als Begründung.

 

Weitere Themen aus der Gemeindevertretung:

 Carola Körner erinnerte an die heutige Narzissenwette und das „Rocktoberfest“ am 25. September.

 Wilhelme Melfsen teilte mit, dass die Maßnahmen der „vereinfachten Flurbereinigung“ vor am Abschluss stehen.

 Das Mulchen der Banketten soll im nächsten Jahr anders verlaufen. Am Heu Interessierte sollen sich vorher bei der Gemeinde melden.

 Die Absackungen auf den Deichen wie auf Dagebülldamm führten zu Schäden an den Wohngebäuden, die dem DHSV gemeldet werden sollen.

 Die Kümmererstelle wird neu besetzt.

 Der Friedhof soll überplant werden.

 Die Kanalisationsarbeiten Grotsand  beginnen übernächste Woche.

 Kosten von 86000 Euro  für die bereits verlegten Breitband-Leerrohre muss die Gemeinde übernehmen.

 Für die Unterhaltung der zusammen sieben km  Kies-Grandwege Wester-/Osterhof, an der Wehle, Eckhof-Dagebüller Straße, Marienkoogsdeich, Westerweg, am Biikekplatz und Bahne-Martensen-Weg – Kleinkoogsdeich entstehen Kosten von 142400 Euro. Die Ausschreibung für die Arbeiten erfolgt durch das Amt.

 Das DRK erhält seinen Zuschuss von 800 Euro.

 






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erstellt am 20.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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