zur Navigation springen

Sicherheit im Verkehr : Fußgängerampel an der B5 abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeinde kritisiert Gefährdung von Kindern und Erwachsenen und würde die Kosten für eine Überquerung sowie deren Wartung übernehmen

„Abgelehnt, kommt nicht in Frage.“ So oder ähnlich lautet die behördliche Antwort auf einen Antrag der Gemeinde Stedesand auf den Bau einer Fußgängerampel. Diese soll auf dringenden Wunsch der Stedesander im Kreuzungsbereich Dorfstraße-Mühlenweg-Bundesstraße 5 in Nähe des Hotels Deichgraf errichtet werden.

Als Begründung führt Bürgermeister Stephan Koth an, dass sich im neuen Baugebiet „Mühlenfenne“ junge Familien ansiedeln und östlich der Kreuzung etwa 80 Leute wohnen, unter diesen auch beeinträchtigte Personen im „Stedesander Hof“, die teilweise einen Rollator oder Rollstuhl benutzen. Sorgen bereiten vor allem die Kinder. Eines von ihnen ist ein sechsjähriger Erstklässler, der die B 5 überqueren muss, um zum Schulbus an der Feuerwache zu kommen. „Jetzt fahren ihn die Eltern mit dem Auto dorthin, um auf Nummer sicher zu gehen“, sagt der Bürgermeister, fragt aber auch, was sei, wenn die Eltern mal nicht da sind. Er führt auch an, dass in Fahrtrichtung Norden zu schnell gefahren wird. Wenn die Kfz am Breding vorbei sind, sind sie nach längerer 50-km/h-Passage auch gleich in einer leichten Rechtskurve und haben aus dieser heraus freie Sicht und fühlen freie Fahrt nach Norden, obwohl noch ein Stück Ortsdurchfahrt mit 50 km/h vor sich. Hier lauert nach den Worten des Bürgermeisters die größere Gefahr. „Wenn auf die Tube gedrückt wird, haben die Kfz im Kreuzungsbereich deutlich mehr Geschwindigkeit drauf als davor.“ Womit er eigentlich auf den Punkt kommt. Denn: Dort hat es schon mal Unfälle gegeben, die – obwohl länger zurück – nicht vergessen sind, da sie drei Todesopfer forderten.

Stephan Koth fragt sich, warum es zwischen der Grenze bei Seeth und Husum in jedem Dorf eine Ampel gibt, mit deren Hilfe die B 5 sicher zu überqueren ist – nur in Stedesand nicht. „Hier stimmt was nicht mit den Vorschriften“, deutet er auf längst überholte Spielregeln hin. Es müsse mindestens, wie es in den ihm vorgehaltenen Vorschriften heißt, 50 Fahrbahn-Überquerungen in der Stunde geben, um eine Ampel zu rechtfertigen. „Wo, bitteschön, wird diese Bedingung in den Ortschaften zwischen Grenze und Kreisstadt erfüllt?“, fragt er. Die andere Bedingung, dass diesen Punkt stündlich mindestens 450 Fahrzeuge durchfahren müssen, werde mehr als erfüllt. In der Ablehnung durch die Behörde habe es geheißen, dass die Polizei an dieser Stelle häufiger die Geschwindigkeit kontrolliere – oder das tun werde.

Wenn es an den Kosten liege, dann sei die Gemeinde durchaus bereit, eine Ampel aus der Gemeindekasse zu bezahlen. „Diese etwa 15  000 Euro wären uns die Sicherheit unserer Bürger mehr als wert“, sagt Bürgermeister Koth. „Auch jährlich etwa 1000 Euro für ihre Unterhaltung“, fügt er hinzu. Von einer Demo, die einen kilometerlangen Stau verursachen würde, um auf das Anliegen der Bürger aufmerksam zu machen, will der Bürgermeister nichts wissen. Doch er fragt sich, warum zwischen seiner Gemeinde und anderen Orten entlang der B 5 Unterschiede gemacht werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen