zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 03:58 Uhr

Fusion der Sportvereine vorerst gescheitert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 16:28 Uhr

Zusammenarbeit ja – Fusion nein. Aus dem Zusammenschluss der beiden Sportvereine in der nicht einmal 1000 Einwohner zählenden Gemeinde wird nichts. In der von 26 Mitgliedern (inklusive Vorstand) besuchten Jahresversammlung des SV Dagebüll stimmten 15 gegen eine Fusion, zehn enthielten sich der Stimme – nur ein Mitglied war dafür.

Den ersten Versuch für einen Zusammenschluss hatte der TSV Fahretoft-Waygaard unternommen, bei dem sich dessen Mitglieder für eine Fusion aussprachen. In Dagebüll kam es zum Scheitern, nachdem Vorsitzender Kurz Hinrichsen beide Vereine mithilfe eines Beamers auf der Leinwand nebeneinander vorgestellt hatte – und zwar mit der Gegenüberstellung von Mitgliederzahl, Vereinsbeitrag und Guthaben. Mit dem Vergleich der Vereinsangebote wurden Unterscheide deutlich: kostenneutrale Sparten auf Dagebüller, teurere auf Fahretofter Seite, wodurch sich auch der Unterschied im Vereinsbeitrag erklärt. Ansätze für eine Kooperation waren aus der vergleichenden Gegenüberstellung nicht erkennbar. Vorsitzender Hinrichsen: „Wir werden die Entwicklung beobachten.“

Auf Seiten der Fürsprecher führte Fahretofts Vorsitzender John Witt aus, dass es ihm es um eine zukunftsfähige Entwicklung des Sports in der Gemeinde gehe, in der die Zahl der Jugendlichen durch die schulische Entwicklung weggebrochen ist, um die Schaffung attraktiver Strukturen, um die Einbeziehung der Gemeinde Ockholm und um eine große Chance für die Gemeinde, wie sie bereits von den Feuerwehren wahrgenommen wird und denen womöglich auch die DRK-Ortsvereine folgen. „Mir fällt kein Nachteil ein, der sich aus der Fusion ergibt. Doch eine Fusion müssen nun mal beide Seiten wollen.“

Unterstützung bekam Witt von Klaus Schmidt (SV-Mitglied, Gemeindevertreter, FVV-Chef): „Zwei Vereine in einem Dorf mit nicht einmal tausend Einwohnern? Nennt mir einen Grund, warum sie sich nicht zusammentun sollten.“ Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen sprach sich für eine Fusion aus und wies darauf hin, dass kleine Vereine zunehmend Probleme bekämen und die Mitgliederzahlen für die Durchführung des Spielbetriebs nicht ausreichten.

Vorsitzender und Spartenleiter informierten über den Vereinsbetrieb 2014. Kite-Surfing, mit 30 Aktiven zu Hause auf der Nordmole, gewinnt immer mehr Anhänger. Die Gymnastikgruppe ist mit im Schnitt 13 Teilnehmerinnen gut im Gange. Die Zahl der aktiven Reiter hat sich auf neun verringert. Im Nordic Walking sind 15 Aktive unterwegs. Als besonderes Erlebnis meldet die Radfahrgruppe ihren Ausflug nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Tennissparte hat sich im TSV Fahretoft aufgelöst, macht aber im SV Dagebüll weiter, der die Anlage von den Fahretoftern übernommen hat.

Zu den Regularien: Schatzmeister Holger Jessen bewirtschaftete einen Haushalt von 6 700 Euro. Kurt Hinrichsen wurde wiedergewählt. Neu in ihren Vorstandsämtern sind Rena Jessen (Kassenwartin) und Bernd Hein (Schriftführer). Der Vereinsbeitrag für erwachsene Mitglieder wurde in allen Beitragsklassen um jeweils fünf Euro erhöht, bleibt aber für Jugendliche unverändert. Geehrt wurden Anna Boysen (25) Hans und Antje Tellermann sowie Anke Christiansen (40) und Kurt Ketelsen (45 Jahre im Verein.)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen