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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 22:33 Uhr

Funk vom Feinsten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Musikband „Flying Soultoasters“ aus Bremen rockte mit Klassikern den Charlottenhof

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 10:52 Uhr

Das war ein echtes Hammerkonzert im Charlottenhof. Die „Flying Soultoasters“ aus Bremen gaben dem Affen Zucker. Mit anderen Worten: Sie gaben den Friesen das, was sie brauchen. Mitreißende Funk- und Soulmusik zum Tanzen und Genießen. Dabei wären sie beinahe gar nicht angekommen. „Wir sind glatt nach Dänemark durchgefahren“, berichtete Tontechniker Jan schmunzelnd. Doch es klappte alles rechtzeitig, kurz nach acht Uhr ging es fetzig los mit Krachern wie „Upside down“, „Streetlife“ und „Carwash“. Die passende Einstimmung, um mit den Tanzfüßen zu scharren, sich zu bewegen. Der Funken sprang beim Funk gleich über, was auch sonst?

Sänger Anthony erwies sich als Entertainer und Rampensau, setzte gemeinsam mit den stimmgewaltigen Soul-Schwestern Sandra und Karen mit „Ain’t no mountain high“ von Marvin Gaye einen ersten Höhepunkt. Zwischendurch durfte sich das Publikum erproben. „Ihr seid klasse!“, zeigte sich Anthony begeistert.

Begeistert waren auch die Zuschauer, fast alle gingen mit, zappelten je nach Lust und Laune – ohne Altersgrenze, denn im Charlottenhof hotten auch die 75-Jährigen wie junge Dinger. Mittlerweile hatte sich der Saal in eine Riesentanzfläche verwandelt, bis in den letzten Winkel.

Die junge Sängerin Sandra, neu dabei und stets hintergründig-verschmitzt lächelnd, zeigte ihr Potenzial bei „Sunny“, eine sogenannte Ausruh-Nummer. Eine superschöne Stimme! Die höchst engagierte Bläser-Gruppe war dabei kongenialer Partner, Björn Christiansen zeigte mit einem Saxophon-Solo sein Können. „Freak out“ nahm das Publikum wörtlich und flippte förmlich aus. Nach der notwendigen Pause gab es mit „Mustang Sally“ die nächste Gelegenheit für die sangesfreudigen Besucher, sich auszuzeichnen. Sängerin Karen, die oft wie Tina Turner röhrte, gab beim Kool-&-the Gang-Medley alles, jeder einzelne Musiker hatte die Chance auf ein Solo. Heftiger Beifall! Knaller wie „Grapevine“ oder „Unchain my heart“ ließen zum Ende den Klanxbüller Hexenkessel noch weiter in Richtung Ekstase ausufern. Längst hatten die Musiker auf Vollgas gestellt, gaben mit „Happy“, „Proud May“ und „Respect“ noch einmal reichlich Feuer. Das Publikum gab erst nach Zugaben wie „Sweet soul music“ oder „I’m so excited“ langsam nach, fügte sich mit „Stand by me“ in die Abendnacht.

Die „Flying Soultoasters“ blieben noch eine Nacht, zehn tolle Musiker (und einem ausgezeichneten Tontechniker) freuten sich über die Gastfreundschaft und wollen „unbedingt“ wiederkommen. Halt, stimmt nicht. Peter, der Trompeter, musste noch in der Nacht zurück nach Bremen. Er, wie alle anderen Amateure, musste arbeiten; der Rest hatte sich extra frei genommen. Der Riesenbeifall müsste der tollen Truppe noch bis zum Morgen in den Ohren geklungen haben.

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