Für Verdienst ausgezeichnet

Entwurf eines möglichen Gemeindewappens.
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Entwurf eines möglichen Gemeindewappens.

Beim Neujahrsempfang sind neben Geehrten auch ein Wappenentwurf für die Gemeinde vorgestellt worden

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31. Januar 2017, 11:25 Uhr

In der Gemeinde Dagebüll ist es guter Brauch geworden, alljährlich einen ihrer Bürger zu ehren, der sich besonders verdient gemacht hat. In diesen Jahr war es Hans Werner Paulsen (88), dem auf dem Neujahrsempfang im Gemeindehaus Hans Momsen als fünftem Dagebüller der Ehrenamtspreis der Gemeinde verliehen wurde.

Stellvertretender Bürgermeister Kurt Hinrichsen hielt die Laudatio auf Paulsen : 1978 war er Initiator der Aktion „Schönes Dorf“. 1982 gründete er den örtlichen Heimatverein, stiftete 1983 den Gedenkstein, der an den Deichschluss des Bottschlotter Werk 1633 erinnert und pflanzte dort die Leeghwater-Eiche, benannt nach dem Deichbauer Jan Adriaanszoon Leeghwater. Auf der Foltswarft richtete er das „Lützen-Museum“ ein. Die Schleusentore, Gründung der Hans-Momsen-Gesellschaft und der Kauf des Momsen-Hauses waren weitere mit dem Namen Paulsen verbundene Ereignisse. Dafür ist er bereits mehrfach geehrt worden und nun einmal mehr: „Vielen Dank, Hans Werner.“

Ebenfalls von der Gemeinde gewürdigt wurde das Ehepaar Manfred und Gisela Grüter für seine Bemühungen um Flüchtlinge aus Nahost. Die Eheleute haben Freunde in Teheran – und ein Herz für Menschen aus Krisengebieten.

Bürgermeister Hans Jürgen Ingwersen folgten die Besucher des Neujahrsempfangs auf einem virtuellen Rundgang durch die „Drei-Dörfer-Gemeinde“, illustriert mit Drohnen-Bildern und angereichert mit Neuigkeiten. In Dagebüll lenkte er den Blick auf das erste Ende der Deichverstärkung, wo der Haffdeich fertig und dessen Binnenberme Platz bietet für den Deichtor-und künftigen Festplatz. Der Rundumblick galt der Kleientnahmestelle am Königsteinhof, dem neuen Schöpfwerk und dem dort wieder dichten Loch im Deich. Auch die Bau-Lagerstätte auf dem „Bade-Parkplatz“ zeigte Ingwersen.

Auf der Nordseite der Nordseestraße wird der Campingplatz verlegt und es soll eine weitere Ladenzeile entstehen. Ferner ist der Bau eines Saales mit 200 Plätzen vorgesehen. Und weil die Badestelle 2017 wegen der Deichverstärkung nicht nutzbar ist, soll ein Bus-Shuttle Badefreuden in Schlüttsiel ermöglichen. Auch das Schwimmbad an der ehemaligen Schule bietet sich als Alternative für den Badestrand an. Die dortige Turnhalle wird saniert.

Weiter berichtet der Bürgermeister: „In Fahretoft sind auf einmal Baugrundstücke in dem schon „historischen“ Baugebiet vier gefragt und begehrt.“ Ausbaubeiträge sind zudem zu einem heiklen Thema geworden.

In Waygaard ist der „Kulturträger“ Freiwillige Feuerwehr weggefallen. Die Bürger gründeten eine Nachfolgevereinigung mit Namen „Dorfgemeinschaft Waygaard e.V.“, die künftig Aktivitäten wie die Fußgänger-Rallye oder das Dorffest organisiert. Dem neuen Verein schlossen sich auf Anhieb 70 Waygaarder an.

Der Bürgermeister gab auch bekannt, dass ein Gemeindewappen vorbereitet wird und zeigte einen Entwurf (Foto).

Beim Neujahrsempfang wurde einmal mehr deutlich, dass der Nordseeerholungsort Dagebüll in etlichen Belangen zugelegt hat. Urlauber erleben aus erster Hand und live die Bemühungen im vorbeugenden Abwehrkampf gegen den unberechenbaren Blanken Hans. Denn wenn er mal zu zornig gegen die Deiche wütet, sogar bundesweites Medieninteresse anlockt. Über das stürmische „Land unter“ in Dagebüll kann dann auch sogar trockenen Fußes vom Strandhotel aus berichtet, in deutschen Wohnstuben bestaunt und von sturmerprobten Nordfriesen belächelt werden.

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