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Politikerbesuch : Für Leck bleibt nur das Prinzip Hoffnung

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Für die Probleme Lecks hatten sich der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Johannes Callsen, und die CDU-Wahlkreisabgeordnete Astrid Damerow viel Zeit genommen

Für die Probleme Lecks hatten sich der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Johannes Callsen, und die CDU-Wahlkreisabgeordnete Astrid Damerow viel Zeit genommen. Über zwei Stunden informierten sie sich, diskutierten, zeigten Verständnis und sagten Unterstützung zu.

Drei Themen beherrschten das Gespräch zwischen dem hohen Besuch, Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn, Bürgervorsteher Andreas Deidert sowie die CDU-Gemeindevertreter Ingo Scholz und Roland Mader: der schrittweise Abzug des Finanzamtes nach Husum, die Nachnutzung des ehemaligen Flugplatzes sowie die Bildungseinrichtung Nordsee Akademie, die erstmals rote Zahlen schrieb.

Beide Politiker sprachen vorab den kommunalpolitischen Vertretern große Anerkennung aus: „Sie machen sich Gedanken über die Zukunft Lecks und der Region, zeigen Eigeninitiative, Kreativität und Energie.“ Man erwarte, dass das von der Landesregierung entsprechend honoriert werde, schob Callsen hinterher. Zur Standortentscheidung des Finanzamtes gegen Leck sagte der Oppositionsführer: „Ich kann die große Enttäuschung verstehen, zumal 2003 der damalige Finanzminister Stegner die Entscheidung für Leck getroffen hatte.“ An der Begründung und an den Fakten habe sich nichts geändert: „Es widerspricht dem, was Politik tun sollte – gerade an Konversionsstandorten wie Leck.“ Von einer desaströsen Entscheidung sprach Astrid Damerow und: „Wir wollen prüfen, welche Möglichkeiten wir auf der Ebene des Landtages haben, um doch noch Bewegung in das Thema hineinzubekommen.“

Pläne, auf dem ausgedienten Flugplatz durch Gewerbe rund 1000 Arbeitsplätze zu schaffen, stehen auf der Kippe, weil Flächen als Naturschutz ausgewiesen werden sollen. „Ich bin erstaunt, dass Umweltminister Habeck offenbar seltene Gräser wichtiger sind als Arbeitsplätze. Es darf nicht sein, dass überzogener Naturschutz die wirtschaftliche Entwicklung in einer ganzen Region bremst“, brüskierte sich Johannes Callsen. Er erwarte von der Landesregierung, hier zügige Voraussetzung zu schaffen. Damerow fordert von der Landesregierung, keine Steine in den Weg zu legen und das Vorhaben aktiv zu unterstützen.

Eine klare Stellung bezog der Landesfraktionsvorsitzende gleichfalls zur Nordsee Akademie: „Die qualifizierte, traditionelle und hochleistungsfähige Bildungseinrichtung in der Region muss bleiben und darf im Vergleich zu anderen Einrichtungen nicht benachteiligt werden.“ Darauf würden er und Astrid Damerow, beide im Vorstand des Grenzvereins als Träger, bei den Haushaltsberatungen achten.

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erstellt am 31.Mai.2014 | 05:15 Uhr

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