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Berufsindormationstag in Niebüll : „Für jeden etwas dabei“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Berufsinformationstag im Niebüller Bildungszentrum – an 43 Ständen wurden Ausbildungsberufe vorgestellt.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2017 | 04:26 Uhr

Volle Hütte im Bildungsbunker, an die 900 Schüler wuselten am Mittwoch durch die Räumlichkeiten des Niebüller Schulzentrums. An 43 Ständen konnten sich die Schüler der Kooperationsschulen ausgiebig zur Berufswahl informieren. Beteiligt waren die Gemeinschaftsschulen aus Leck, Neukirchen Amrum und Niebüll, aber auch die Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) und die dänische Schule Leck waren vertreten. Ab acht Uhr morgens wälzten sich die Massen in der Gather Landstraße Richtung Eingang. Eine wahre Menschenwoge galt es zu bewältigen. Finn Brandt, Direktor der Beruflichen Schule, war daher zu Recht stolz auf sein Lehrer-Veranstaltungsteam mit Kerstin Rolfs, Denise Uhlemann, Melanie Reinicke und Sven Paulsen – denn alles klappte. „Und der Unterricht läuft trotzdem weiter“, so der Schulleiter. Wer wollte, konnte sich dazusetzen und „Berufsschulalltag live miterleben“.

In der Stadthalle überraschten die ersten Eindrücke: Dort standen Mitarbeiter der Arbeitsagentur neben Aktiven der Schulsozialarbeit, die Kreishandwerkerschaft hatte ihr Infomaterial ebenso gut präsentiert wie die Ausbildungswerkstatt Leck. Dort gab es computergesteuerte Segwaymodelle zu bestaunen und einen aufregenden Ausbildungsberuf. „Flugzeugmechaniker kann ich mir gut vorstellen“, stellte Sten Vogt (15) aus Niebüll fest. Bjarne Munck (15) fand den Beruf des Elektronikers spannender. Die Auszubildenden der Institutionen beziehungsweise der Betriebe berieten überall auf Augenhöhe. So wurden kaufmännische Berufe durch VR Bank oder Nospa aufgezeigt; ein Quiz diente als geeignetes Lockmittel. Finn Brandt machte deutlich, dass das berufliche Gymnasium gut aufgestellt sei – ebenso wie auch die Berufsfachschule 1 + 3. „Wir haben vier Wege zum Abitur“, verdeutliche der Schulleiter die Auswahlmöglichkeiten in seinem Haus.

Die Vielfalt war enorm: angehende Erzieher zeigten sich mit Jonglage von ihrer kreativen Seite – genauso wie die Gesundheitsberufe: Wer wollte, konnte sich gleich die Zähne untersuchen lassen. Hier haben neuerdings auch Jungen Interesse – sie können über Umwege ohne Abitur Zahnarzt werden. Tolle Leckereien lieferten die Lehrer und Auszubildende in den Lehrküchen. „Wir haben eine echte Showküche“, freute sich Finn Brandt, während Heiner Seehusen Schokoküsse im Stickstoff dampfen ließ. Überall war etwas los: In der Backstube wurden Teig-Zöpfe fabriziert, die Maler-Azubis gestaltete freihändig ein Kinderzimmer, die Mechatroniker-Lehrlinge erklärten die neueste E-Technik. „Lernen am Objekt“, betonte Lehrer Matthias Hoppe. „Der Trend geht zur Brennstoffzelle.“ Beeindruckend war es für viele das computergesteuerte „Sägewerk“ kennenzulernen. Hier entstehen per Knopfdruck Einbauschränke oder Fenster. Im Januar kommt ein neues CNC-Gerät – Kostenpunkt 175 000 Euro. Damit werden die Auszubildenden fit gemacht, denn Dank der fünf Achsen können nun auch Treppen entstehen. Maja (16) und Juke (15) haben andere Pläne: Traumberufe sind Maskenbildnerin oder aber der Besuch des Fachgymnasiums. „Für jeden etwas dabei“, resümierte Denise Uhlemann mit Kollegin Melanie Reinecke. Als Berufsfindungsmesse ist der Informationstag ein echter Bringer. Anschließend lobten die Schüler die Details, die sie erfuhren, aber auch die Tatsache, dass sie als Schüler hier auf Schüler treffen, die sie aufklären.


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