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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 18:56 Uhr

Gelöbnis : Für Frieden, Recht und Demokratie

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

800 Freiwillige aus fünf Bundeswehr-Standorten geloben im Lecker Stadion die Erfüllung ihrer Soldaten-Grundpflicht.

von
erstellt am 16.Feb.2017 | 12:12 Uhr

Es gab Schlüsselwörter, die sich über den gesamten Tag durch alle Grußworte und Reden zogen. Begriffe wie „Dank“ und „Anerkennung“, aber auch „Gefahren“ oder „Pflichten“ waren immer wieder beim gestrigen öffentlichen Appell des „Gelöbnisverbandes Westküste“ zu hören – ob beim Feldgottesdienst in der Nordfrieslandhalle, bei der Veranstaltung im Stadion oder schließlich beim Abendempfang in der Nordsee-Akademie.

800 Freiwillige kamen zu Gelöbnis und Vereidigung nach Leck – eine feierliche Zeremonie am Anfang ihrer Dienstzeit. Neben den Rekruten des Bataillons Elektronische Kampfführung 911 (Stadum) trafen auch Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 (Nienburg an der Weser), des Spezialpionierregiments 164 (Husum), der Schule für Strategische Aufklärung der Bundeswehr (Flensburg) und der Unteroffizierschule der Luftwaffe (Appen/Heide) ein.

Sie alle zogen unter den Kommandos „Links, zwei, drei, vier“ in das mit rund 1200 Gästen besetzte Stadion ein – begleitet von etlichen Klicks aus Fotoapparaten und Handykameras der auf den Zuschauerrängen anwesenden Freunde und Familienangehörigen. Nach dem Einmarsch der Truppenfahnen unter den Klängen des Marinemusikkorps Kiel schritten Fregattenkapitän Dr. Kassian Meesenburg sowie Generalmajor Axel Binder zusammen mit Landtagspräsident Klaus Schlie und Lecks Bürgermeister Andreas Deidert die Front ab. „Ihr Dienst ist notwendig. Wir brauchen Sie“, hob der Generalmajor in seiner Rede an die Soldaten hervor. Aktuell seien mehr als 3000 Soldaten in 13 Einsatzgebieten auf drei Kontinenten im Einsatz. „Sie alle leisten einen Beitrag zur internationalen Friedenssicherung.“ Auch Klaus Schlie lobte die Einsatzbereitschaft der Rekruten. „Mit Ihrem Dienst bekennen Sie sich in besonderem Maße zu Ihrem grundlegenden staatsbürgerlichen Auftrag“, sagte Schlie. „Dafür spreche ich Ihnen meinen ganz besonderen Dank, meinen Respekt und meine Anerkennung aus.“

Dass der Soldatenalltag anspruchsvoll, anstrengend und auch gefährlich sein könne, daraus machte Schlie keinen Hehl. Auch bedauere er, dass der Dienst nicht mehr für alle Menschen im Land selbstverständlich sei. Umso mehr betonte Schlie, wie wichtig er für die Gesellschaft sei. „Die Freiheit, in der alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes leben, ist auch nicht selbstverständlich. Sie muss immer wieder neu erworben und verteidigt werden.“

Dann folgte der Satz, der für die freiwillig wehrdienstleistenden Soldaten mit den Worten „Ich gelobe“ begann, für die Soldaten auf Zeit wiederum mit „Ich schwöre“. Ein Satz, der im Chor von den Angetretenen wiederholt wurde. Mit diesem Gelöbnis beziehungsweise dem Eid bekräftigen die Soldaten ihre Pflichten gemäß Soldatengesetz und die Grundpflicht, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Ein feierlicher Moment, dem erst das Schleswig-Holstein-Lied folgte. Dann die Nationalhymne, die nicht nur von vielen Soldaten, sondern auch von etlichen Gästen mitgesungen wurde.

Beim anschließenden Empfang in der Nordsee-Akademie betonte auch Andreas Deidert die Bedeutung des besonderen Festakts. „Ich danke den jungen Frauen und Männern für ihre mutige Entscheidung und wünsche ihnen auf ihrem weiteren Weg viel Soldatenglück“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die geladenen Gäste. „Ich bin mir sicher, dass ich damit für uns alle hier im Saal spreche. Wir stehen zu unserer Bundeswehr und den Menschen, die sie ausmacht“, ergänzte der Lecker.

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