zur Navigation springen

Für die Dorfwette fleißig gestrampelt und gewonnen

vom

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2012 | 03:59 Uhr

Enge-Sande | "Wenn ihr es schafft, auf sechs Ergometern in sechs Stunden genau so viele Kilowattstunden zu erstrampeln, wie eine Windmühle in zehn Sekunden produziert, spendieren wir euch für jede Kilowattstunde einen Euro." So lautete das Angebot der VR-Bank Niebüll für eine Bürgerwette auf dem Enge-Sander Dorffest.

Dieses Fest wurde auf dem Gelände des ehemaligen Munitions-Depots der Bundeswehr gefeiert, wo das Windkraftunternehmen OffTec Fachkräfte für den risikoreichen Arbeitseinsatz im Offshore-Bereich ausbildet und fit macht. Vorgabe waren die vom Windrad in zehn Sekunden produzierten 3000 Kilowattstunden.

Für das Erzielen dieser Leistung hatten die Bürger der Gemeinde Enge-Sande an ihrem Festwochenende sechs Stunden Zeit, um sie auf sechs dem Fahrrad ähnlichen Ergometern zu treten. Um sicher zu gehen, dass diese Leistung auch geschafft wird, hatten sich die "Ergo-Radler" mit Sportlern "vom Fach" verstärkt: das waren Mitglieder der Rennradsparte des MTV Leck sowie Tri- und Duathleten aus dem SV Enge-Sande.

"Weil wir als VR-Bank den Bau des Bürgerwindparks Enge-Sande finanziell begleiteten, haben wir uns der originellen Dorfwette als Wett-Pate zur Verfügung gestellt", erklärte Bankvorstand Torsten Jensen. Da die Pedaleure die geforderten Kilowattstunden im vorgegebenen Zeitlimit nicht nur schafften, sondern sogar um 600 Kilowattstunden überboten, wurde der Wettpate mit 3600 Euro zur Kasse gebeten.

Zur Scheckübergabe im Sportlerheim des SV Enge-Sande hieß Windpark-Geschäftsführer Ketel Prahl eine Reihe von Protagonisten des spektakulären Events willkommen. Chefbanker Jensen überreichte jetzt den angemessen großen Scheck den Gewinnern. Das waren Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen mit 3000 Euro für die Gemeinde und drei weitere Empfänger, die die Sportradler bestimmen durften. Die Jugendfeuerwehr erhält 300, eine Familie aus der Gemeinde 200 und der Kindergarten 100 Euro.

Die Gemeinde sieht in dem Scheck eine "Anschubfinanzierung" für einen 3,5 Kilometer langen Radweg zwischen Enge und Soholm. Dieser Weg scheint noch in weiter Ferne zu sein, zumal die Straßenbauverwaltung dem Wunsch der Gemeinde zurzeit noch sehr zurückhaltend gegenüber steht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen