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Elektromobilität : Fünf neue Ladesäulen für E-Autos

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Lecker Fachausschuss gibt grünes Licht zu 80 000-Euro-Projekt – 80 Prozent der Kosten werden über die Aktivregion gefördert.

„Die ersten Weichen für die Zukunft sind gestellt“, freute sich Bürgermeister Andreas Deidert (CDU) über den einstimmigen Beschluss im Infrastruktur- und Umweltausschuss: Fünf öffentlich nutzbare Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sollen im Ort errichtet werden. Das wird rund 80  000 Euro kosten, davon zahlt die Gemeinde jedoch nur 20 Prozent. 80 Prozent der Summe werden von der AktivRegion Nordfriesland Nord gefördert.

Neben den sieben Gemeinden Klanxbüll, Bosbüll, Tinningstedt, Westre, Ladelund, Enge-Sande und Drelsdorf beteiligt sich Leck an dem Projekt „Ladesäulennetz AktivRegion Nordfriesland Nord“. Neben der schon vorhandenen Ladestation auf dem Parkplatz vor dem Rathaus wurden fünf neue Standorte ermittelt. So sind Normallader am Erlebnisbad, in der Karrharder Straße, im Gutenbergring sowie im Ruhwinkel geplant. Als idealer Standort eines Trippel-Chargers (Schnellladestation) gilt der Lkw-Parkplatz in der Flensburger Straße gegenüber vom Autohaus.

Die Politiker begrüßten das Projekt außerordentlich. Klaus Schmidt (UWL) meinte: „Wir müssen dokumentieren, dass wir hier nicht nur Erzeuger von Energie sind, sondern diese auch verbrauchen“. So günstig werde man ein solches Vorhaben nie wieder realisieren können, hieß es mit Blick auf den Verbund von acht Gemeinden und die hohe Förderung.

„Was Leck hier macht, ist herausragend und in Schleswig-Holstein einzigartig“, lobte Stephan Wiese (eEmobile e.V.), der das Projekt als unabhängig bestellter Gutachter beratend begleitet. „Hier werden insbesondere Quartiersladeplätze eingerichtet, das heißt, dass Anwohnern von Blocks, Hochhäusern und Mehrfamilienhäusern die Möglichkeit zum Aufladen von E-Mobiles gegeben wird“, hob der Projektmanager hervor und ergänzte: „Mit der Schnellladesäule ist auch für Taxenbetriebe der Grundstock gelegt, ihren Fuhrpark zumindest mit einem E-Mobile-Taxi auszustatten“.

Die Frage nach den Kosten für die Nutzer beantwortete Stephan Wiese gern: „Die Stromkosten sind im Vergleich zum Benzin um 50 Prozent günstiger“. Bevor es losgehen kann, müssen noch Gespräche mit zwei Grundstückseigentümern geführt werden. „Da sehe ich aber keine nennenswerten Schwierigkeiten“, meinte der Bürgermeister. Fast formal werden die Gemeindevertreter grünes Licht und die Verantwortlichen ihr abschließendes Okay geben müssen.  

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erstellt am 08.Feb.2017 | 13:37 Uhr

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