Neue Leiterin : Führungswechsel bei der VHS in Leck

Führungswechsel: Dr. Herle Forbrich (von links), Charly Werner, Bürgermeister Andreas Deidert und Sekretärin Nadine Dorrn.
Führungswechsel: Dr. Herle Forbrich (von links), Charly Werner, Bürgermeister Andreas Deidert und Sekretärin Nadine Dorrn.

Herle Forbrich tritt die Nachfolge von Karl Josef Werner an – dieser leitete die Volkshochschule Leck 22 Jahre.

shz.de von
07. Januar 2018, 13:12 Uhr

Leck | Die Volkshochschule (VHS) Leck hat seit dem 1. Januar eine neue Leiterin: Dr. Herle Forbrich tritt in die Fußstapfen von Charly (Karl Josef) Werner. „Mit Menschen zu arbeiten, ist einfach eine schöne Sache“, sagte er zu seiner Nachfolgerin. Ein wenig Wehmut lag schon in seinen Worten, schließlich stand er 22 Jahre lang an der Spitze der Bildungseinrichtung.

Die Geschäftsstelle im Süderholz war so aufgeräumt wie selten: Alles war abgearbeitet, geordnet und abgeheftet für die „Neue“. Dr. Herle Forbrich übernahm im Beisein des Bürgermeisters Andreas Deidert Charly Werners gut bestellten Aufgabenbereich. Die neue Leiterin ist Geisteswissenschaftlerin und arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin seit vielen Jahren in der Nordsee Akademie. Nun wird sie für eine halbe Stelle an der Volkshochschule freigestellt und freut sich auf die neue Herausforderung.

Für diese Konstellation hat die Gemeinde Leck als Träger der Volkshochschule einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Grenzverein als Träger der Nordsee Akademie unterschrieben. Durch die Verknüpfung zwischen den beiden Bildungsträgern werden Synergieeffekte erhofft. „Die Nordsee Akademie erfährt eine Aufwertung und die Volkshochschule bleibt im bewährten Fahrwasser“, meinte Andreas Deidert.

Außer dem Wechsel in der Leitung ändert sich nichts: Die staatliche Anerkennung der VHS wird beibehalten, der Standort im Schulzentrum bleibt Heimat der Geschäftsstelle und die Öffnungszeiten der VHS sind weiterhin montags bis donnerstags von 17 bis 19 Uhr (außer in den Schulferien).

Charly Werner geht mit einem lachenden und einem weinenden Augen in den Ruhestand. „Es war eine erfüllende Tätigkeit, die ich mit Freude und Hingabe gelebt habe“, blickte er zurück und überlegte: „Der tägliche Umgang mit Menschen aller Altersgruppen, die Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus den unterschiedlichsten Anlässen werden mir fehlen“. Auf der anderen Seite freut sich Charly Werner auf mehr Zeit für Familie und Freunde. Doch ganz verabschiedet er sich nicht. Mindestens noch ein Jahr wird er der Gemeinde als Leiter des Fachbereiches „Deutsch als Fremdsprache“ mit der Betreuung der Sprach- und Integrationskurse erhalten bleiben.

Am 1. Oktober 1956 wurde in der damaligen Heimvolkshochschule der Volkshochschulverein Leck gegründet. Den ersten Vorsitz übernahm Rektor Jacob Johannsen. Nach neun Jahren löste ihn Konrektor Peter Jensen ab. Gleichzeitig erhielt die Bildungseinrichtung den Namen Abendvolkshochschule. Weil sich das Volumen in punkto Kurse und Finanzen immer mehr erhöhte, übernahm die Gemeinde Leck 1973 die Trägerschaft.

Ab dem Jahr 1978 hielt Realschullehrer Friedrich Rehling die Zügel in der Hand. Es folgte der Umzug von der heutigen Grundschule ins Schulzentrum am Süderholz. Nach neunjähriger Amtszeit legte Friedrich Rehling die Leitung in die Hände von Manfred Müller, dessen Nachfolger hieß ab 1993 Axel Preuschoff. Drei Jahre später setzte sich Charly Werner auf den Chefsessel. Mit der Übernahme des neuen Marketingauftritts der Volkshochschulen in Deutschland wurde aus der Abendvolkshochschule die Volkshochschule Leck.


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