zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:23 Uhr

Aktions-Sonntag : Frühlingserwachen in Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Verkaufsoffener Sonntag lockt mit vielen Aktionen / Verein für Niebüller Geschichte lädt zum Ausstellungsbeginn ins Haizmann-Museum

von
erstellt am 10.Mär.2015 | 08:00 Uhr

„Niebüller Frühlingserwachen“ lautet das Motto des verkaufsoffenen Familien-Sonntags am 15. März in Niebüll. Die Geschäfte sind von 11 bis 17 Uhr geöffnet und laden zu einem Bummel ein. „In den zahlreichen Cafés, Eiscafés und Bäckereien lässt es sich wunderbar ausruhen, und bei einer gemütlichen Tasse Tee oder Kaffee trifft man garantiert Menschen, die einem gut tun“, sagt HGV-Geschäftsführer Holger Jessen. Bei hoffentlich sonnigem Wetter machen Gärtnereien und Blumengeschäfte mit Tulpen, Osterglocken und Narzissen den Rathausplatz bunt. Blumenmädchen werden mit dem Bollerwagen voller Pflanzen unterwegs sein und Frühlingsgrüße an die Passanten verteilen. Auf dem Rathausplatz gibt es viele Aktionen, eröffnen Firmen die Outdoor-Grill-Saison oder stellen ihre Gartenprodukte vor. Das altbekannte Kinderkarussell fehlt auch in diesem Jahr nicht.

Rund um den verkaufsoffenen Sonntag gibt es Begleitveranstaltungen. „Der Frühling ist da, alle Leute sind guter Dinge“, sagt Bürgermeister Wilfried Bockholt. Anlass, sich mit einer Aktion der Stadt „anzudocken“. Dabei geht es um die Zukunft. So sind im neuen Rathaus die Ideen aller Interessierten zur Entwicklung Niebülls gefragt. Bürgervorsteher, Bürgermeister und Kommunalpolitiker aller Fraktionen sind an dem Tag im Wechsel vor Ort und sammeln Anregungen rund um die Frage: „Wie soll man in der Zukunft in Niebüll leben, wohnen, lernen, arbeiten, sich fortbewegen?“

Im vergangenen Jahr fand in der Akademie Sankelmark ein Workshop zu diesem Thema statt, berichtet Bürgervorsteher Uwe Christiansen. „In Zusammenarbeit mit der Verwaltung und fraktionsübergreifend – es war eine sehr gute Zusammensetzung.“ Vier Kernthemen kristallisierten sich heraus: räumliche Entwicklung in Niebüll, demografischer Wandel, Geschäftsleute und Investoren akquirieren, übergemeindliche Zusammenarbeit. Am Sonntag wird es um die Frage gehen: In welche Richtung kann sich Niebüll weiterentwickeln? Themen sind beispielsweise bezahlbarer Wohnraum, neue Baugebiete und ähnliches. Vorgestellt wird ein neuer Fragebogen, auf dem jeder seine Wünsche, Ziele und auch Visionen zu Papier bringen, an eine große Tafel heften und/oder auf einem Stadtplan markieren kann. Wilfried Bockholt: „Wir wollen durch die Aktion möglichst viele Bürger ansprechen.“

Während der gesamten Aktion wird ein Film gezeigt, zusammengestellt aus Beiträgen des Fernsehens und anderen Quellen (Olympia 2004, Wachstum der Stadt, Happy-Video und vieles mehr). Und dann lohnt sich auch noch ein Spaziergang durch den Stadtpark, wo sich der Krokus anschickt, seine Kelche zu öffnen und dem Frühlingserwachen Farbe zu geben.

Geöffnet ist aus Anlass des verkaufsoffenen Sonntags auch das Naturkundemuseum in der Hauptstraße 108. Von 11 bis 17 Uhr haben Gäste hier freien Eintritt. So lässt sich der Einkaufsbummel ideal mit einem Besuch im Naturkundemuseum verbinden. Bei dieser Gelegenheit kann man auch sein Alt-Handy inklusive Zubehör im Museum abgeben. Das Naturkundemuseum führt die Handys dem Recycling zu und erhält dafür eine Spende von der Deutschen Umwelthilfe.

Mit der Vergangenheit beschäftigt sich eine Veranstaltung im früheren Rathaus und heutigen Richard-Haizmann-Museum für moderne Kunst. Ab 15 Uhr wird hier die Ausstellung „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“ eröffnet. Zu sehen sind Fotos, Dokumente und Objekte aus der Zeit zwischen 1933 und 1945. Initiatoren sind die Mitarbeiter des Vereins für Niebüller Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Richard-Haizmann-Museum. Zur Eröffnung sprechen Dr. Uwe Haupenthal (Museumsleiter), Dieter Harrsen (Landrat des Kreises Nordfriesland), Wilfried Bockholt (Bürgermeister der Stadt Niebüll) sowie Beate Jandt (Vorsitzende des Vereins für Niebüller Geschichte).

Zu sehen ist die Ausstellung übrigens bis zum 3. Mai, jeweils dienstags bis freitags von 11 bis 16.30 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 Uhr sowie an den Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen