zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

18. August 2017 | 13:04 Uhr

Frische-Kick für das Haus Doppeleiche

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Versammlungsraum für Senioren in Ladelund muss renoviert werden / Gemeinde ist „weit davon entfernt, ihren Haushalt ausgleichen zu können“

Die dringend erforderliche Renovierung des Versammlungsraums im Haus Doppeleiche und der Haushalt 2014: Mit diesen Themen beschäftigten sich die Vertreter der Gemeinde Ladelund unter anderem während ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr.

Die politische Gemeinde möge sich an einer dringend erforderlichen Renovierung der Versammlungsstätte in der Wohnanlage „Haus Doppeleiche“ (der Altentagesstätte im einstigen Rentnerwohnheim) finanziell beteiligen – diesen Antrag hatte der Hilfswerksausschuss der Evangelischen Kirchengemeinde Ladelund gestellt. Nach mehr als 40 Jahren müsse der Fußbodenbelag ausgetauscht werden. Decken und Wände benötigten einen neuen Farbanstrich und einige Übergardinen sollten ausgetauscht werden. Die Kosten wurden auf 6000 bis 7000 Euro taxiert. Dieter Müller hat bereits 500 Euro gespendet, die Gemeinde Westre 1000 Euro zugesagt. Die Gemeindevertretung Ladelund beschloss, 750 Euro beizusteuern, woraufhin die SPD-Fraktion versprach, den Betrag auf 1000 Euro aufzurunden.

In der Einwohnerfragestunde wurde einem Bürger auf Anfrage mitgeteilt, die Schulden der Gemeinde Ladelund würden sich am Ende des Jahres 2014 voraussichtlich auf 926 000 Euro belaufen. Die jährliche Zinsbelastung betrage zur Zeit 46 500 Euro. Nachdem Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern den Entwurf des Haushaltsplans 2014 vorgestellt hatte, wurde das Zahlenwerk einstimmig akzeptiert. „Obwohl sich die Finanzlage gegenüber der des Vorjahres etwas verbessert hat, ist die Gemeinde Ladelund aufgrund von steigenden Pflichtaufgaben noch immer weit davon entfernt, ihren Haushalt ausgleichen zu können,“ so Pfeiffer.

Zum Beispiel stehen Mehreinnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sowie bei den Schlüsselzuweisungen, zusammen rund 110 000 Euro, Mehrausgabe von insgesamt von fast 109 000 Euro gegenüber, die aus den gestiegenen Umlagen des Kreises, des Amtes und des Schulverbands sowie aus erhöhten Betriebskosten des „Jugendzentrums Alte Meierei“ resultieren. Der Ergebnisplan weist mit Gesamterträgen in Höhe von 1,820 Millionen Euro und Gesamtaufwendungen von 2,009 Millionen Euro ein Defizit von 189 000 Euro aus.

Im Finanzplan stehen Einzahlungen von 1,740 Millionen Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit sowie 111 800 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit Auszahlungen von 2,002 Millionen Euro gegenüber: 1,837 Millionen Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit und 0,165 Millionen Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der vorhersehbare Ist-Unterschuss beläuft sich somit auf 150 000 Euro.

Die Aufgabe der Abwasserbeseitigung mit den bisherigen Gebühren (1,43 Euro pro Kubikmeter Abwasser bei einer Grundgebühr von 36 Euro) ist laut Gemeindevertretung nicht mehr kostendeckend zu leisten. Deshalb einigte man sich darauf, die Zusatzgebühr auf 2,11 Euro anzuheben. „Damit stehen wir im Vergleich zu anderen Gemeinden immer noch gut da,“ so Bürgermeister Rüdiger Brümmer.


zur Startseite

von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen