Friesenabend der anderen Art im „Twang Gang Bluegrass Style“

Die „Twang Gang“ in Aktion.
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Die „Twang Gang“ in Aktion.

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23. Juli 2015, 10:46 Uhr

Der Fremdenverkehrsverein Dagebüll erlebte am Mittwoch bei seinem Friesenabend eine Art Premiere. In der Parkgarage, die bei ungünstigem Wetter auch künftig als Veranstaltungslokal dienen soll, trat eine Musikergruppe auf, die sich „Twang Gang“ nennt.

Das Wort „Twang“ bezeichnet eine Gitarrentechnik, während in der Musik unter „Gang“ eine Band zu verstehen ist. Doch alles was sonst über das siebenköpfige Musiker-Ensemble verlautet, ist schlichtweg frei erfunden: etwa, dass die Musiker Brüder sind, aus dem Städtchen Kiel im US-Bundesstaat Kentucky stammen und in der Scheune geübt haben, um ihre Mutter nicht zu nerven.

Doch ebenso erfunden und von den pfiffigen und lustigen Musikanten aus der Landeshauptstadt Kiel kreativ aufgepeppt, ist ihr Stil, in dem sie agieren. Sie nennen ihn den „Twang Gang Bluegrass Style“ und haben weitaus mehr im Repertoire als die 35 Titel, mit denen sie die vollbesetzte Parkgarage unterhielten und amüsierten, um nicht zu sagen zum Kochen brachten. Bluegrass ist die Bezeichnung für die mit Swing- und Blueselementen angereicherte amerikanische Country-Musik.

Davon gab es an diesem denkwürdigen Musikabend eine Menge zu hören. Man spricht auch von der Hillbilly- oder Rockabilly-Country-Musik. Zum Einsatz kommen vornehmlich Saiteninstrumente wie Banjo, Mandoline, Gitarre, Bass, Mundorgel und sogar ein aus Tschechien stammender Tonerzeuger namens Dobro.

Die Musiker sind in Kiel und Umgebung ansässig und kommen querbeet aus allen möglichen Berufen. Die „Herkunft“ Kiel aus Kentucky stammt wohl daher, weil sich dieser Musikstil in Kentucky entwickelte und kultivierte, berichtet Kay MacQuarrie, Bandmitglied und Mundorgelspieler. Und die Bezeichnung „Bluegrass“ wird als Reminiszenz an den „Bluegrass-State“ Kentucky gesehen, weil dort auf fruchtbaren Böden das blaugrüne Wiesen-Rispengras wächst.

Auf jeden Fall hatte der Fremdenverkehrsvereins-Vorsitzende Klaus Schmidt mit den Twangs einen guten Griff getan und dem Friesenabend einen einmal anderen Sound gegeben.


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