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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 16:02 Uhr

Friesen-Netzwerk trifft sich in Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Interfriesisches Frauentreffen wird alle zwei Jahre veranstaltet / Teilnehmerinnen absolvierten breites Besuchsprogramm

von
erstellt am 18.Sep.2014 | 11:24 Uhr

Frauen kommt in der Politik und im öffentlichen Leben eine bedeutende Rolle zu. „Frauen finden stets den richtigen Ton und sind bei Entscheidungen insoweit hilfreich, als sie dabei stets auch Belange der Familie berücksichtigen.“ Das erklärte Amtsvorsteher Peter Ewaldsen bei der Eröffnung des 16. Interfriesischen Frauentreffens im Niebüller Amtshaus.

Die Treffen von Frauen aus Ost-, West- und Nordfriesland finden abwechselnd seit 30 Jahren alle zwei Jahre im September in den drei Frieslanden statt und haben ihren Ursprung in den Bauerntreffen. In Nordfriesland wechseln in der Gastgeberrolle Südtondern und der Süden des Kreises einander ab – und zwar bereits zum sechsten Mal, wie die sich die stellvertretende Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins Telse Nommensen (Leck) erinnert.

Der Austausch von Interessengruppen sei immer interessant – und der zwischen Ost-, Nord- und Westfriesen sogar spannend, meinte Ewaldsen in eloquenter Rede, in der er Einheimischen und Gästen regionale und lokale Zusammenhänge erläuterte. Zu den Säulen des Nordfriesischen sagte er, dass die Sprache der Friesen akut gefährdet sei und engagierter Pflege bedürfe. Hingegen seien die Friesen im deutsch-dänischen Grenzland zu einer anerkannten Minderheit zusammengewachsen. In seiner Eigenschaft als Kommunalpolitiker beschrieb Ewaldsen die Entwicklung Niebülls und Südtonderns zum heutigen Status als das größte Amt im Lande.

Stellvertretender Kreispräsident Siegfried Puschmann übermittelte den Gästen und Gastgeberinnen Grüße und gute Wünsche des Kreises Nordfriesland und betonte, dass die drei Frieslande ein gemeinsames Erbe verbinde. Den Landfrauen attestierte er Aufgeschlossenheit und Pflege der Tradition. Grüße an die Teilnehmerinnen des Treffens übermittelte Ilse Johanna Christiansen vom Friesenrat.

Schließlich war es an Telse Nommensen, die (wegen der Verkehrslage auf der A 7) nach und nach eingetroffenen Gäste in Südtondern willkommen zu heißen. Nach Verteilung auf die Quartiere stand gestern ein Besuch der Insel Sylt auf dem Programm. Heute besuchen die Damen die KZ-Gedenkstätte Ladelund, die Nachschule in Tinglev (Dänemark) und Tondern, bevor abends im Leck-Hus ein Abschiedsabend steigt. Morgen nach einem Frühstücksbüfett in der Niebüller Backstube heißt es für die Teilnehmerinnen des interfriesischen Treffens „auf Wiedersehen in zwei Jahren.“


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