Warnstreik : Friedliche Forderung nach höheren Gehältern

Warnstreik im Niebüller Rathaus.
Warnstreik im Niebüller Rathaus.

Auch in Niebüll streikten gestern einige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes

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19. März 2014, 11:44 Uhr

„Sit-in“ im Platezimmer des Niebüller Rathauses. Dort und vorher auf dem Rathausplatz folgten Bedienstete der Stadt Niebüll und des Amtes Südtondern dem Aufruf zu einem Warnstreik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Nord. Aktueller Anlass der Demo war die kürzlich ohne Ergebnis zu Ende gegangene erste Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Kommunen. Am Warnstreik in Niebüll waren etwa 30 Beschäftigte des städtischen Bauhofes, des Amtes, des Sozialzentrums und der Hausmeistereien der Alwin-Lensch-Schule und des Schulzentrums beteiligt, was jedoch nicht zu Beeinträchtigungen im Arbeitsablauf des öffentlichen Dienstes führte. Die Streikenden verliehen ihren Forderungen auf dem Rathausplatz mit Vertretern der Gewerkschaft friedlich Nachdruck. Weil es draußen bitterkalt war, zogen sich die Streikenden ins Rathaus zurück.

Die Forderungen: Für alle soll es 30 Tage Urlaub geben. Auch eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro sowie ein zusätzlicher Lohnzuwachs von 3,5 Prozent wird angestrebt. Ferner wird eine verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende verlangt. Zudem sollte es sachgrundlose Befristungen nicht mehr geben. Gefordert werden weiter 70 Euro Nahverkehrszulage und eine Angleichung des Nachtarbeitszuschlages in den Krankenhäusern.

Verdi weist am Beispiel der Busunternehmen im Lande darauf hin, dass Tarifpolitik auch anders geht und gute Abschlüsse auch ohne Kampf möglich sind. Die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes hätten die Chance verpasst, sagt die Gewerkschaft, die die aktuellen Forderungen als ausgewogen und annehmbar betrachtet. Leider würden die Arbeitgeber auf ihrem üblichen Kurs verharren und eine Annäherung nicht erkennen lassen. Jetzt hoffen die Bediensteten auf den 20. und 21. März, denn dann steigt die nächste Tarifrunde.

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