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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:17 Uhr

Haushalt : Friedhofsetat in Schieflage

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die sinkende Zahl der Bestattungen hat Auswirkungen auf den Friedhofsetat der Gemeinden. Klanxbüll springt bereits für einen Fehlbetrag aus dem Jahre 2012 ein.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Weniger Bestattungen und eine spürbare Veränderung der Beerdigungskultur führen dazu, dass der Friedhofsetat zunehmend in Schieflage gerät. Und weil das Bestattungswesen eine kommunale Pflichtaufgabe ist, werden die Gemeinden zur Kasse gebeten. Diese Erkenntnis geht auch an der Gemeinde Klanxbüll nicht vorbei.

Die Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Friedhelm Bahnsen stimmte in ihrer zweiten Sitzung einem Vertrag zu, der eine Kofinanzierung des von der Kirche bewirtschafteten Friedhofs regelt. Der Vertrag gilt ab Jahresbeginn 2013. Doch die Gemeinde beteiligt sich bereits an dem für 2012 errechneten Fehlbetrag von 2449 Euro mit einem Anteil von 2060 Euro. Am Friedhof ist neben Klanxbüll die Gemeinde Lübke-Koog beteiligt – beide Gemeinden entsprechend ihrer Einwohnerzahl.

Ein Bürger beklagte sich über eine Person, die sich im Bahnhofsbereich herumtreibt. Die Person habe Kontakt zu Kindern gesucht und sie unter anderem um Essen angesprochen. „Er ist jeden Morgen am Bahnhof“, erklärte der Einwohner und fragte an, ob die Gemeinde „was unternehmen könne“. Das verneinte Bürgermeister Bahnsen. Er sei sich des Problems bewusst. „Doch wenn er keine Straftat begeht und niemandem etwas tut, kann die Gemeinde nichts unternehmen.“ Aus dem Finanzausschuss berichtete dessen Vorsitzender Manfred Hansen, dass sich für die Haushalte des vergangenen und laufenden Jahres alles in allem gute Ergebnisse abzeichnen. Aus dem Ausschuss für Jugend und Soziales teilte Adrianne Petersen mit, dass dem Jugendförderverein 70 Mitglieder angehören und der Verein zurzeit 39 Kinder betreue. Bürgermeister Bahnsen berichtete, dass die Erschließungsarbeiten im neuen Baugebiet im Gange und dort ein Bolzplatz vorgesehen sei. Auf Empfehlung des Wahlprüfungsausschusses erklärte die Gemeindevertretung die Kommunalwahl vom Mai für gültig.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurden entschieden, dass das Infozentrum an das örtliche Fernwärmenetz angeschlossen werden und eine Schallschutzdecke erhalten soll. Am Charlottenhof soll das Dach im Bereich des Innenhofs erneuert werden. Außerdem wird für die Mietwohnung in der Alten Schule eine neue Küchenzeile angeschafft. Auf Wunsch der Gemeinde stellte Klaus Meyer-Lovis die Südtondern-Tafel e.V. vor. Der Vereinsvorsitzende bezeichnete die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Einrichtung mit ihren Standorten in Leck (Rathaus) und Niebüll (Alte Feuerwache Deezbüll) als „Brücke zwischen Mangel und Überfluss“. Die heimische Tafel ist eine von 950 in Deutschland und 55 in Schleswig-Holstein. In Südtondern nehmen wöchentlich bis zu 120 Personen teil: Empfänger von Arbeitslosengeld I und II sowie kleiner Renten und Wohngeld. Der Einzelhandel der Region stellt Lebensmittel zur Verfügung, die von der Tafel abgeholt werden. Der Tafel stehen 45 ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, für das im vergangenen Jahr angeschaffte Fahrzeug 15 Fahrer.

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