Einsatz im Forst : Freude trotz knüppelharter Arbeit

Ob Mann oder Frau, niemand ließ sich durch die körperliche Arbeit im Wald abschrecken.
Ob Mann oder Frau, niemand ließ sich durch die körperliche Arbeit im Wald abschrecken.

20 Teilnehmer engagierten sich für den Naturschutz beim Internationalen Jugendcamp im Jugendwaldheim Süderlügum.

shz.de von
07. August 2018, 07:00 Uhr

Sie kamen aus Mexico, Spanien, Tunesien, Italien, Tschechien, Serbien, Frankreich, Österreich, Ungarn, Dänemark und Deutschland. 20 junge Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen haben einen besonders arbeitsreichen Urlaub in Südtondern verbracht. Als Teilnehmer des internationalen Jugendcamps führten sie zwei Wochen lang täglich fünf Stunden Pflegearbeiten in den Naturschutzgebieten und in geschützten Lebensräumen durch. Dies reichte von der Entnahme unerwünschter Gehölze in den Süderlügumer Binnendünen und den zahlreichen Mooren im Süderlügumer Staatsforst bis hin zur Herstellung von Holzstangen für Erholungseinrichtungen. Angeleitet wurden sie dabei von den beiden Forstwirten des Waldjugendheimes, Bernd Begier und Jan Hansen-Viertel.

Verantwortlich für das Camp zeichneten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten als „Anstalten des öffentlichen Rechts“. Partner für die Organisation des Projekts und seine finanzielle Sicherstellung waren der Internationale Jugendgemeinschaftsdienst (IJGD e.V.), die BINGO-Umweltlotterie und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Für die Teilnehmenden war der Aufenthalt kostenlos. Sie trugen lediglich die Kosten für ihre An- und Abreise. Die engagierten jungen Leute im Alter von 16 bis 35 Jahren haben nicht nur gemeinsam im Wald gearbeitet, sondern sich in ihrer Unterkunft auch selber gemeinsam versorgt. Und dabei wird so manches Rezept von Serbien nach Mexico oder von Tunesien nach Russland und umgekehrt gewandert sein.

„Die hohe Nachfrage nach Plätzen und der engagierte Einsatz der Jugendlichen zeigt, dass dieses Angebot gut ist“, so Stephan Mense, Leiter der Bildungsarbeiten bei den Landesforsten. Dr. Christel Happach-Kasan von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ergänzt: „Dieses Projekt haben wir gerne unterstützt, weil es den Schutz des Waldes in Schleswig-Holstein mit der Bildung junger Menschen und internationaler Begegnung fördert – ganz im Auftrag der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.“ Zum Abschied waren sich alle einig, dass es im nächsten Jahr wieder ein internationales Camp im Süderlügumer Waldjugendheim geben wird.


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