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Freiwillige Feuerwehr muss dringend aufrüsten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Zu den Hauptthemen der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Bramstedtlund zählte die Stellungnahme zu einem 92 Seiten umfassenden, alle drei Jahre fortzuschreibenden „Feuerwehrbedarfsplan“ für die „Gemeindewehr Bramstedtlund-Ladelund-Westre“. Dieser wurde vom Gemeindewehrführer Christian Sommer (Ladelund) vorgestellt.

Er gab bekannt, das Gemeindegebiet sei zur Zeit in die Risikoklasse 3 eingestuft. Sollten sich jedoch weitere Gewerbebetriebe ansiedeln oder zusätzliche Biogasanlagen entstehen, würde dies die Risikostufe erhöhen. Was die aktuelle Ausstattung der Ortswehr mit Fahrzeugen betreffe, so seien von den erforderlichen 76 Wertungspunkte nur 55 abgedeckt. Die Feuerwehr Bramstedtlund müsse deshalb – auf dem Wege einer Ersatzbeschaffung – ein neues Löschfahrzeug des Typs „TSF-W“ erhalten, um das vorhandene Defizit in der Sicherheitsbilanz (die Fahrzeuge und Atemschutzgeräte betreffend) auszugleichen. Dafür müsse der Löschverband voraussichtlich etwa 130 000 Euro aufwenden, nach der Zahl ihrer Einwohner verteilt auf alle drei beteiligten Gemeinden. Am Ende einer Diskussion stimmte die Gemeindevertretung dem Bedarfsplan einstimmig zu. Die Ersatzbeschaffung eines „TSF-W“ soll in die Wege geleitet werden. „Auch für mich als Laien hörte sich das alles ganz stimmig an“, so der Kommentar des Gemeindevertreters Ulrich Enderle.

Wie Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen wissen ließ, plant die „Bürgerwindparkgesellschaft Bramstedtlund Verwaltungs-UG“ in der Gemeinde einen Bürgerwindpark, der im Zuge eines Repoweringverfahrens auf den östlich der Gemeindegrenze im Regionalplan V ausgewiesenen Windeignungsflächen realisiert werden soll. Vorgesehen sei, alte Windkraftanlagen aus den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, die außerhalb von Eignungsflächen betrieben werden, abzubauen und in Bramstedtlund zu repowern. Genutzt werden soll der Windpark gemeinsam von den Besitzern der Altanlagen und Bürgern der Gemeinde Bramstedtlund. Die Gemeindevertretung erkannte in dem Projekt eine Chance, ihre Gewerbesteuereinnahmen aufzubessern und befürwortete deshalb – bei einer Enthaltung – das Angebot.

Die Bürgermeisterin berichtete zudem von besonderen kommunalen Ereignissen. Die Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Landstraße 1 im Bereich des dänischen Kindergartens ist inzwischen realisiert worden. Dort dürfe nur noch mit höchstens 30 km/h gefahren werden. Lothar Oechsle habe aus eigenem Antrieb die im Außenbereich des Dorfes stehenden Ruhebänke neu gestrichen. „Es ist doch immer wieder schön, wenn jemand die Initiative ergreift und in der Gemeinde auf Schönheit achtet“, freute sich die Bürgermeisterin über den Einsatz eines ehemaligen Mitglieds des Gemeinderats.

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