Freibad: Sanierung dauert an

Es wird noch ein wenig dauern, bis im Freibad in Klixbüll wieder gebadet werden kann.
Es wird noch ein wenig dauern, bis im Freibad in Klixbüll wieder gebadet werden kann.

Eröffnung zum Beginn der Sommerferien ist das Ziel / Sind Wohnbaugebietspläne der Gemeinde Klixbüll überdimensioniert?

shz.de von
07. Mai 2018, 14:25 Uhr

Die Öffnung des Klixbüller Freibades wird sich verzögern, da die Sanierungsarbeiten voraussichtlich erst Ende Juni abgeschlossen werden können. Das wurde während der Sitzung der Gemeindevertretung deutlich. Erklärtes Ziel ist eine Öffnung des Freibades zum Beginn der Sommerferien. Wenn der Öffnungstermin feststeht, soll auch eine Ermäßigung der Gebühren für Jahreskarten festgelegt werden.

Einstimmig votierten die Gemeindevertreter dafür, eine neue Gebührensatzung für das Freibad zu erlassen. Die Änderung der Gebührensatzung ist notwendig, da die Einrichtung zukünftig als gewerbliche Einrichtung der Gemeinde geführt wird. Es ist bezüglich der Mehrwertsteuer eine Regelung zu verankern. Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, dass die Mehrwertsteuer bereits in den Nutzungsgebühren enthalten sein soll. Somit erfolgt für die Besucher des Freibades keine Erhöhung der Gebühren. Außerdem wurde der Sozialtarif erweitert.

Eigentlich sollten die Fördermittel für das Freibad bis Ende Mai ausgegeben werden, hieß es weiter. Aufgrund der Verzögerung der Bauarbeiten ist eine Fristverlängerung beantragt worden. Um Zinszahlungen zu vermeiden, wird der Zuschussbetrag zunächst zurück überwiesen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgefordert.


Kreis und Land erheben Einspruch

Einen kleinen Dämpfer haben die Pläne für ein neues Wohnbaugebiet der Gemeinde Klixbüll bekommen: Wie Sven Gehlsen berichtete, sehen Land und Kreis die geplante wohnbauliche Entwicklung als überdimensioniert an. Aus diesem Grund habe mit der Bauabteilung des Amtes und dem Planungsbüro ein Abstimmungsgespräch zur weiteren Vorgehensweise stattgefunden. Zur Erinnerung: Die Gemeinde Klixbüll plant die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebiets auf einer 26 979 Quadratmeter großen Fläche nördlich des Baugebietes „Broder-Christiansen-Weg“. Im gültigen Flächennutzungsplan der Gemeinde Klixbüll ist das Gebiet als „Fläche für die Landwirtschaft“ dargestellt. Zur Umsetzung des Vorhabens muss der F-Plan der Gemeinde geändert und der B-Plan Nr. 13 aufgestellt werden. Das Verfahren zur Änderung des F-Planes ist bereits im November 2017 mit einem Aufstellungsbeschluss eingeleitet worden. Allerdings: Weil Klixbüll nicht als Zentralort eingestuft ist, erlaubt der Landesentwicklungsplan der Gemeinde bislang nur Baugebiete zur Deckung des örtlichen Bedarfs auszuweisen. Demnach stünden bis 2025 noch 12 Wohneinheiten zur Verfügung.

Aber es gibt Hoffnung für größere Wohngebietspläne: Ab Herbst 2018 ist eine Fortschreibung des Landesentwicklungsplans angekündigt, wonach den Gemeinden erneut ein Entwicklungsrahmen von zehn Prozent bezogen auf ihren aktuellen Wohnungsbestand zur Verfügung stehen soll.


Planung für Wohngebiet wird weiter verfolgt

„Die Gemeinde Klixbüll möchte insbesondere für junge Familien oder auch Bürger, die bereits in der Gemeinde wohnen, im Ort arbeiten oder aus dem Ort stammen, Baumöglichkeiten schaffen und sicherstellen, dass auch langfristig die Nachfrage nach Baugrundstücken in der Gemeinde Klixbüll bedient werden kann“, machte Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer deutlich. Deshalb wird die Planung für das Wohngebiet weiter verfolgt; die Vertretung fasste einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 13 und ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung des Planentwurfs zu beauftragen.







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