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Nordfriesland Tageblatt

22. September 2017 | 01:15 Uhr

„Freesendeern“ und „La Paloma“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 11.Apr.2014 | 11:59 Uhr

Für die Freunde des Plattdeutschen hatte der Ortskulturring Stadum-Holzacker in Kühls Gasthof ein abwechslungsreiches Programm aufgelegt. Der Vorsitzende Manfred Hopf stellte die Plattdeutsche Theatergruppe aus Sprakebüll vor, die im ersten Törn den Einakter „Een Säugling toveel“ von Joachim Grabbe auf die Bühne brachte.

Sehr zur Freude der Zuschauer gelang es den Akteuren Hans Richard Schwarz, Maike Pleger, Birgit Jacobsen, Peter Christiansen, Annette Christiansen, Rainer Jacobsen und Jasmin Liedke, die vielen, durch eine fehlgeleitete Postkarte ausgelösten, turbulenten Irrungen und Wirrungen in der Pension „Zum Hahn“ ansprechend und mit viel Situationskomik auf die Bretter zu bringen. Und nachdem sich der imaginäre Säugling als ausgewachsenes Mannsbild entpuppt hatte, war zum guten Schluss dann alles wieder eitel Sonnenschein.

Im zweiten Törn stellte der Vorsitzenden der Kap-Horn-Sänger, Uwe Michaelis, den bekannten Shanty-Chor aus Niebüll, vor. Mit sieben Chormitgliedern aus Stadum, von denen auch noch drei als Solisten und Musiker auftraten, konnte der Chor an diesem Abend zweifellos ein Heimspiel absolvieren. Der Chorleiter Dieter Grudda hatte Lieder mit ausschließlich plattdeutschen und englischen Texten ausgesucht, bei dem die Gäste mit bekannten Shantys wie „What shall we do with the drunken Sailor“, „Roll the Cotton down“ „Rolling home“, „Kap-Horn“ und beliebten Seemannsliedern wie „La Paloma“ – sogar op Platt – „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ und der „Freesendeern“ in maritime Stimmung versetzt wurden.

Chorleiter Dieter Grudda brachte neben gesanglichen Vorträgen auch viel beklatschte, plattdeutsche Döntjes zu Gehör. Als dann, als geforderte Zugabe, noch die norddeutsche Nationalhymne „Wo de Nordseewellen“ erklang, sang auch der coolste Gast den Refrain begeistert mit.

Schade nur, dass sich die Zahl der Zuschauer in Grenzen hielt. Denn das insgesamt sehr unterhaltende Programm hätte durchaus mehr Gäste erfreuen können.

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