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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 11:20 Uhr

Gute Idee : Frauen-Netzwerk für die Region

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Voneinander lernen und profitieren: Dieses Ziel verfolgt das Unternehmerinnennetzwerk Südtondern, kurz „UNS“. Auf den Weg gebracht hat diese Initiative Vanessa Müller, selbstständige Grafikdesignerin und Journalistin.

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erstellt am 18.Jan.2014 | 06:15 Uhr

Voneinander lernen und profitieren: Dieses Ziel verfolgt das Unternehmerinnennetzwerk Südtondern, kurz „UNS“. Auf den Weg gebracht hat diese Initiative Vanessa Müller, selbstständige Grafikdesignerin und Journalistin. Sie wünscht sich einen regen Austausch mit Frauen, die als Selbstständige im Beruf stehen – oder sich mit der Existenzgründung beschäftigen. Von Nagelstudio-Betreiberin über die Rechtsanwältin bis zur Tiertherapeutin: Mitglieder aus allen Branchen sind ausdrücklich erwünscht. „Selbstverständlich können auch mehrere Frauen gleicher Berufe ins Netzwerk eintreten. Denn unser Motto lautet: Miteinander statt gegeneinander.“

„Welche Unternehmerinnen gibt es noch im Amt Südtondern? Wie könnte man die zusammenbringen? Und wer kann mir helfen?“, hat sich die 36-Jährige vor etwa einem Jahr gefragt. Unterstützung fand die Tinningstedterin bei Sylke von Kamlah-Emmermann. Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Südtondern war von der Idee angetan.

Das Vorbild für „UNS“ waren Unternehmerinnen-Netzwerke, wie es sie in Großstädten gibt. „Aber natürlich abgestimmt auf die Besonderheiten unserer Region“, sagen Vanessa Müller und Sylke von Kamlah-Emmermann, die alle Unternehmerinnen in Südtondern ansprechen: „Auch und besonders die, die in der großen Fläche des Amtes etwas verborgen sind. Die wollen wir sichtbar machen und aus der Reserve locken.“

Wichtig ist Vanessa Müller als Gründerin, dass hinter dem Netzwerk kein Konkurrenzgedanke zu bestehenden Institutionen stehen soll, zum Beispiel den Handels- und Gewerbevereinen oder den Service-Clubs. „Bei ,UNS‘ liegt der Fokus auf der Möglichkeit zum Austausch und Kontakte knüpfen.“

Es gibt keine Satzung, keinen Zwang: Regelmäßige Treffen seien zwar erwünscht, aber flexibel gestaltbar. Weiterbildung oder gegenseitige Besuche in den Betrieben – das und mehr erhofft sich Vanessa Müller von „UNS“. „So könnten wir zum Beispiel gemeinsam einen Messestand mieten, den sich die einzelne Unternehmerin nicht leisten würde und könnte.“ Der Beitritt in das Netzwerk ist kostenlos; lediglich für den Eintrag auf der „UNS“-Homepage, die auch potenziellen Kunden einen Überblick über die Fachfrauen in Südtondern geben soll, fällt eine Gebühr an.

„Frauen klüngeln anders als Männer. Sie haben einen anderen Blick auf die Welt und eigentlich das Bedürfnis, zusammenzuarbeiten“, verdeutlicht Sylke von Kamlah-Emmermann. Allerdings stehe manchmal Bescheidenheit im Weg, sagt die Gleichstellungsbeauftragte, und fügt ein Zitat der französischen Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir an: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“ Dagegen haben Vanessa Müller und Sylke von Kamlah-Emmermann einiges: „UNS soll verbinden, gemeinsam wollen wir einander den Rücken stärken, Hindernisse aus dem Weg räumen und unseren Horizont erweitern“, sagt Vanessa Müller.

„Zeit für mich, Zeit für UNS“ – unter diesem Titel steht die kostenfreie Auftaktveranstaltung des Unternehmerinnen-Netzwerks am Donnerstag, 13. Februar, mit Autorin Ute Lauterbach. Beginn ist um 19 Uhr im Sitzungssaal des Amtes Südtondern. Es wird um Anmeldung gebeten.


Kontakt: Unternehmerinnen-Netzwerk Südtondern, Tel. 04662/7789770, E-Mail: info@unternehmerinnen-suedtondern.de.

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