Ausstellungseröffnung : Frage: Kann man Frieden malen?

vanessa
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Noch bis zum kommenden Sonntag stellen 16 Risum-Lindholmer, darunter Profis, ihre Arbeiten im Risumer Pastorat aus.

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03. Juni 2015, 09:30 Uhr

Die Künstlergruppe um Pastor Tim Ströver und Kunsttherapeutin Gertrud Wiedenmann hat sich wie in jedem Jahr einem brisanten und aktuellen Thema gewidmet und über einen Zeitraum von einem dreiviertel Jahr Werke zu diesem erarbeitet – dieses Mal zum Thema Frieden. Wie unterschiedlich dabei das Wort Frieden interpretiert und dargestellt werden kann, zeigen die Arbeiten der 16 ausschließlich aus der Risum-Lindholm stammenden Künstler, die derzeit im Risumer Pastorat ausgestellt werden.

„Frieden, das ist, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, wenn einen die äußeren Einflüsse nicht aus dem Gleichgewicht bringen können. Frieden ist, wenn wir anerkennen, dass aus der Vielfalt aller Menschen ein tolle Einheit entstehen kann. Frieden ist, wenn Kinder in Frieden aufwachsen können und nicht als Kindersoldaten missbraucht werden. Frieden ist, wenn Religionen nicht stigmatisieren, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt behandelt werden, und Frieden ist, wenn sich Gegensätze ausbalancieren.“ Diese und viele weitere Gedanken haben die Künstler im Alter zwischen 18 und 85 Jahren zu den unterschiedlichsten Arbeiten inspiriert. Dabei ist nicht nur die Materialvielfalt sehenswert – es wurde gemalt, fotografiert, genäht, geformt, gesägt – sondern auch vor allem die Interpretationen der einzelnen Kreativen.

Die Werke der Profikünstler beeindrucken ebenso, wie die der Hobbykünstler. Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Etagen und vier Räume im Pastorat, der Kirche sowie einem Pilgerpfad über den Friedhof, auf dem ein Baum auf persönliche Friedensbotschaften wartet. Im „Blauen Raum“ finden die Besucher neben fast ausschließlich blauen Werken auch eine Leseecke – einen Raum der Ruhe und des Friedens.

Mit „Frieden ist...“ kann die Künstlergruppe aus Risum-Lindholm stolz sein auf eine Ausstellung, die sich nicht nur durch ihren Ideenreichtum auszeichnet, sondern auch bis ins kleinste Detail durchdacht und liebevoll ausgearbeitet ist. „Die Woche der Ausstellung ist auch ein Treff für die Menschen aus dem Dorf und auch für die Besucher, die vielleicht nicht in eine normale Kunstausstellung gehen würden“, sagt Gertrud Wiedenmann. Bereits 150 Gäste erschienen jüngst zur Vernissage. „Das Pastorat ist einfach eine niedrigschwellige Begegnungsstätte, die zum Besuchen einlädt, und wir sind sehr froh, dass wir hier Arbeiten und Ausstellen dürfen“, fügt die Kunsttherapeutin an.

Noch bis zum kommenden Sonntag sind die Werke in der Zeit von 16 bis 19 Uhr zu sehen. Am Sonntag, 7. Juni, endet die Ausstellung in Risum um 18 Uhr mit einer durch Pastor Tim Ströver geführten Finissage. Gäste sind herzlich willkommen.






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