Fracking stößt auf scharfe Ablehnung

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19. November 2012, 03:59 Uhr

Nordfriesland | Die geplante Suche nach Erdgas und Förderung mit Hilfe der Fracking-Technik, bei der Grundwasser gefährdende Chemikalien zum Einsatz kommen, stößt auf breite Ablehnung. Nach Kreistag und Umweltministerkonferenz bezogen am Wochenende führende CDU-Politiker Position gegen die Projekte. Nachdem eine "Länderklausel" durchgesetzt worden sei, um CO2- Endlager gegen den Willen der Bevölkerung zu verhindern, wiederhole sich die Geschichte nun. "Da haben einige den Schuss nicht gehört, dass man so nicht vorgehen kann, wie es jetzt hier geschieht", so der Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Ingbert Liebing. Und zur Gefahr, dass eine Untersuchungs-Erlaubnis via Bergrecht eine Kette von Rechtsansprüchen nach sich ziehen kann: "Das passt nicht mehr in diese Welt, da müssen wir zu Änderungen kommen."

Scharfe Kritik übte auch Landtagsabgeordnete Astrid Damerow: "Es kann doch nicht sein, dass wir uns mit Händen und Füßen gegen CCS wehren und dann mit einer Technologie überzogen werden, die genauso schlimm ist." Das Vorgehen - an der Politik vorbei - sei mehr als fragwürdig.

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