Formelles Nein zum Ampel-Komplex: Beratungen beginnen von vorn

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30. November 2013, 00:34 Uhr

Sie hat die Gemüter bewegt – und ist vorerst vom Tisch: Die Gemeindevertretung Leck hat am Donnerstagabend die geplante und viel diskutierte Ampelanlage (wir berichteten) an den Kreuzungen Hauptstraße/Bergstraße und Hauptstraße/Kirchhofstraße abgelehnt.

Vor der entscheidenden Abstimmung stand das Thema noch einmal zur Debatte: Von einer fast schon „unendlichen Geschichte“ sprach Roland Mader, Vorsitzender des Infrastruktur- und Umweltausschusses, das Thema sei der Gemeinde bereits seit 2005 anhängig. Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn warb ausdrücklich für die Ampel und untermauerte seinen Appell mit Zahlen: 2012 seien an den betreffenden Stellen drei Verkehrsunfälle von der Polizei aufgenommen worden, in diesem Jahr bereits vier. „Die Fallzahlen machen deutlich: Der Bedarf ist da.“ Dass etwas passieren müsse, sei klar, aber nicht in diesem Umfang, setzte Klaus Schmidt dem entgegen. 14 Ampeln seien einfach zu komplex. Sönke-Peter Nehlsen gab zu bedenken, dass es sich um eine Bundesstraße handele und deshalb habe eigentlich der Bund zu bestimmen.

Ingo Scholz stellte die Frage in den Raum, ob es sinnvoll wäre, einen neuen Sachverständigen zu beauftragen – diese Möglichkeit wurde aber von mehreren Gemeindevertretern abgelehnt: Die bisherigen Planungen hätten viel Geld gekostet, ein neues Gutachten müsse aus eigener Tasche bezahlt werden.

Farbige Markierungen, Bedarfsampeln mit weniger Lichtzeichen, ein Polizist, der den Verkehr zu Stoßzeiten morgens und mittags regelt – mehr oder weniger ernst gemeinte Alternativvorschläge gab es in der Diskussion viele. Ein eindeutiges Votum allerdings nicht: Neun Ja-, neun Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen – durch die erneute Patt-Situation gilt die „komplexe Ampelanlage“ als formell abgelehnt. Aus der Welt ist das Thema allerdings nicht, waren sich die Gemeindevertreter einig: Das Thema geht zurück in den Bauausschuss.

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