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Folkbaltica-Festival hebt Klanxbüll auf den Spielplan

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Im Interview mit dem Nordfriesland Tageblatt sprechen der künstlerische Leiter Harald Haugaard und die neue Geschäftsführerin Julia Maria Thun über den Reiz der Festivalspielorte

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erstellt am 30.Apr.2015 | 12:50 Uhr

Das Folkbaltica-Festival pflegt bereits im 11. Jahr eine Kooperation zwischen den Nachbarn Deutschland und Dänemark. Erstmals ist jetzt auch der Charlottenhof in Klanxbüll Konzertort. Die neue Geschäftsführerin der Folkbaltica, Juliana Maria Thun, und der künstlerische Leiter, Harald Haugaard, schauten daher beim Nordfriesland Tageblatt herein, um über die neue Konzertreihe des Festivals, das den Norden vom 6. bis 10. Mai bereichert, zu sprechen. Zur Person: Harald Haugaard aus Faborg ist Geiger und und Komponist. Seit drei Jahren steuert er die Geschicke des Festivals mit viel Inspiration und Geschick. Julia Maria Thun (27) ist neu dabei. Sie war Referentin bei der Sponsorengesellschaft des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals. Auch sie ist der Musik verbunden, spielt Klarinette und Klavier.

Folkbaltica setzt jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt. Worum geht es diesmal?
Julia Maria Thun: Es geht um Musik zwischen den Meeren, zwischen Ostsee und Nordsee. Musik verbindet die Menschen grenzübergreifend. Als gebürtige Flensburgerin freue ich mich sehr auf diese interkulturelle Zusammenarbeit, vor allem auch auf den kreativen Austausch mit dem künstlerischen Leiter Harald Haugaard.
Harald Haugaard: Wir haben im Grenzgebiet nicht nur kulturelle Unterschiede zwischen Nord und Süd, sondern auch zwischen West und Ost. Das fanden wir besonders spannend.


Lässt sich das genauer beschreiben? Was macht die Unterschiede aus? Ist die Westküstenmusik rauer und ursprünglicher, so wie die See?
Haugaard: Genau das wollen wir herausfinden. Manche Orte liegen nur 50 Kilometer voneinander entfernt, doch die Musik klingt ganz anders. Oder es ist beispielsweise aufregend zu hören, wie sich die Lieder und Melodien der Inseln Föhr und Fanö ähneln.
Es gibt also Traditionen entlang der Küstenlinie.

Die Westküste ist diesmal mehr im Fokus, ohne dass die Ostküste zurückbleibt?
Thun: Genau. Wir laden alle herzlich ein, auch nach Flensburg oder Sonderburg zu kommen, wo es ebenfalls wunderbare Konzerte gibt.


Erstmalig ist jetzt der Charlottenhof mit im Programm. Warum?
Haugaard: Wir suchten eine neue Location; waren gleich beim ersten Besuch begeistert von dem Ort.


Was erwartet die Besucher? Friesische Reise hört sich ein wenig rätselhaft an.
Haugaard: Zwei absolute Highlights. Wir haben das Tumult Duo, zwei sehr bekannte Musiker aus Dänemark mit internationalem Renommee, eingeladen. Sie haben einen einzigartigen Stil, präsentieren in Klanxbüll ihr neues Album – emotionale Lieder von der Insel Fanö. Diese uralten Songs werden vielleicht den Nordfriesen in den Ohren klingen, bekannt vorkommen.


Wer ist denn Nynke Lavermann aus Holland, die nach der Pause auftritt?
Thun: Eine Sängerin mit einer magischen Stimme. Sie trat bereits mit großen Orchestern auf. In Holland ist sie ein Star. Nynke singt westfriesisch Lieder, die sie mit musikalischen Themen aus dem Mittelmeerraum und Lateinamerika verbunden hat. Daraus ist ein eigener mediterran-friesischer Stil entstanden.


Mit viel Poesie und Inhalten zum Nachdenken und Nachfühlen – sodass hoffentlich übersetzt wird?
Haugaard: Natürlich gibt es jeweils Einführungen und Erklärungen – wie es sich für eine echte musikalische Reise gehört.
Der Anspruch ist hoch, die Künstler hochkarätig. Wie schaffen Sie es, Jahr für Jahr außergewöhnliche Musiker zu verpflichten?
Thun: Zum einen hat das Festival einen sehr guten Ruf. Dann ist es das gute Netzwerk von Harald Haugaard, der unglaublich viele Musiker persönlich kennt. Zudem gibt es viele, viele ehrenamtlich engagierte Menschen diesseits und jenseits der Grenze.


Folkbaltica lockt auch das jüngere Publikum – kommt es am 7. Mai auch nach Klanxbüll?
Haugaard: Klar, unbedingt, denn es wird ein besonders schöner Abend. Wer nicht dabei ist, verpasst etwas. Daher lautet meine Botschaft: Kommt und genießt!

 

Friesische Reise am 7. Mai, 20 Uhr, Mit dem Tumult Duo und Nynke Lavermann, Klanxbüll, Charlottenhof, Osterklanxbüll 4. Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen.





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