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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 20:11 Uhr

Förderzentrum: Eine Schule ohne Schüler

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wilfried Bockholt bleibt Schulverbandsvorsteher

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Nicht alle werden es wissen: Die frühere Bezeichnung und Einrichtung „Sonderschule“ gibt es nicht mehr. Sie heißt jetzt Förderzentrum. Und das Besondere an dem Förderzentrum: Es handelt sich um eine „Schule ohne Schüler“. Denn Schüler und Schülerinnen mit Sonderpädagogischem Förderbedarf werden jetzt „inklusiv“ unterrichtet. Das heißt unter anderem, dass für sie, wenn sie in der Regelschule – aus welchen Gründen auch immer – gescheitert sind, Ressourcen geschaffen werden, so dass sie in die Regelschule zurück können.

Wer von ihnen gefördert werden muss, ergibt sich nach einer präventiven Überprüfung in der Grundschule – und auch bereits im Kindergarten. Das neue Fördersystem befindet sich allerdings noch in der Übergangsphase. Das wiederum heißt, dass die bisherige Sonderschule mit vier Klassen in Niebüll und zwei in Leck (= zusammen 67 Schülerinnen und Schüler) in zwei Jahren ausläuft. Die anderen zurzeit 135 Kinder werden schon jetzt „inklusiv unterrichtet“, und zwar in den Grund- und Regionalschulen sowie in der Gemeinschaftsschule.

Die neue Schule ist das Förderzentrum Südtondern mit den Standorten Niebüll und Leck. Sein Träger ist der „Schulverband Förderzentrum Südtondern“, der sich in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl konstituierte. Zum Verbandsvorsteher wurde Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn (Leck) und der Niebüller Stadtvertreter Bernd Neumann.

„Es gibt jetzt bei dieser Schule weder ein Niebüll noch ein Leck, sondern nur noch ein Südtondern“, betonte Bockholt die die Gemeinsamkeit. „Und es geht jetzt auch nur noch um die Zukunft“, fügte er hinzu. Womit er den Aufbau der neuen Strukturen, die Umgewöhnung und die zeitnah auf den Verband zukommenden Aufgaben meinte. Zu diesen gehöre der Haushalt 2014.

An der ersten Sitzung nahm auch die Leiterin des Förderzentrums Daniela Holtemöller teil. Sie wohnt in Süderlügum und ist Montag und Freitag in Leck und Dienstag bis Donnerstag in Niebüll präsent. Sie hat 23 Mitarbeiter an ihrer Seite. „Es läuft ganz gut an“, erklärte sie. „Ich hangele mich allerdings noch durch die Schullandschaft.“ Auf ihrer Agenda für die nächste Zeit stehen unter anderem Schulentwicklungstage unter dem Stichwort „Wir“ und eine Reihe von Fachthemen, die Gleichschaltung beweglicher Ferientage, eine Regionalkonferenz und schon am 10. September eine Schulkonferenz.

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