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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:14 Uhr

Erlebnistag : Flugzeuge blieben am Boden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz wetterbedingter Programmänderungen wurde der „Flugtag für Menschen mit Behinderungen“ in Leck ein Erfolg. Auch im Regen ließen sich die gut 300 Besucher den Spaß nicht nehmen. Die örtliche Sportfluggruppe hatte ein tolles Programm auf die Beine gestellt, viele Organisationen machten mit.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Auch im Regen ließen sich die gut 300 Besucher den Spaß nicht nehmen: Die Sportfluggruppe Leck hatte wieder einmal zu einem „Flugtag für Menschen mit Behinderungen“ eingeladen, der aufgrund seiner Erfolge in den Vorjahren bereits Kultstatus erreicht hat. Einziges Manko: Die Sportflugzeuge mussten aufgrund des Wetters nach zwei Teststarts ihren Betrieb einstellten, da die Sichtverhältnisse dies erforderten. Der Stimmung bei den Gäste, unter ihnen Angehörige des gastgebenden Vereins und ehrenamtliche Helfer, tat diese keinen Abbruch, war doch für hinreichend andere Vergnügungsangebote gesorgt. Unter den Anwesenden befanden sich traditionsgemäß auch Gruppen aus Dänemark. Als Vorsitzender der Sportfluggruppe dankte Harald Callsen in seiner Ansprache Privatleuten, Firmen und Organisationen, die sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt hatten, wobei er dem bewährten Hauptorganisator des Festes, Uto Peschel, ein Sonderlob aussprach. „Ich denke“, so sagte Callsen, „die Motivation, die uns alle antreibt, jedes Jahr wieder diesen besonderen Tag durchzuführen, ist die wirklich ehrliche Dankbarkeit unserer Gäste, die zwar nicht unbedingt mit Worten ausgedrückt wird, dennoch aber deutlich spürbar ist.“

Als verlässliche Partner hatten sich einmal mehr sämtliche Hilfs- und Rettungsorganisationen der heimischen Region zur Verfügung gestellt. Die örtliche Polizei, die Bundespolizei, die Freiwillige Feuerwehr und der Ortsverein Leck des Deutschen Roten Kreuzes sowie Fahrer von Motorrädern mit Beiwagen ließen die Hauptakteure des Tages in ihre Fahrzeuge einsteigen, um mit ihnen Spritztouren über das Gelände des Flugplatzes zu unternehmen. Markerschütterndes Geheule von Martinshörnern und hektisches Blaulichtgeflacker erweckten den Eindruck eines schlimmen Katastrophenfalls. Wer es geruhsamer angehen lassen wollte, wählte für eine Ausfahrt uralte Trecker, die Oldtimerfreunde ausgestellt und für Rundfahrten zur Verfügung gestellt hatten. Ständig im Einsatz waren von Planen überdachte und von Traktoren gezogene Anhänger, auf denen die Fahrgäste ihrem Spaß durch jubelnde Zurufe oder gesungene Lieder – unter dem Motto „Wir sind gut drauf“ – deutlichen Ausdruck gaben. Der Rettungshubschrauber „Christopher 5“ ließ sich am Himmel blicken, landete aber nicht.

Neu im Programm war ein vom „Bürgernetzwerk Norfriesland“ betriebenes, sehr intensiv genutztes Schminkzelt, nach dessen Besuch die Gäste abenteuerlich bemalt herumliefen. Dank großzügiger Spenden von Sponsoren, konnten wieder reichlich Kaffee, Kuchen – am Ende des Festes auch Grillwürstchen – ausgegeben werden. Die von Stephan Lind geleitete „Mürwiker Band“ und die von Hans-August („Auge“) Hansen geführte Gruppe der „Freesentrummler“ aus Niebüll sorgten durch ihre gekonnten Darbietungen dafür, dass die Besucher als Mitwirkende ins Programm einbezogen waren.

Zur Mittagszeit wurden drei offizielle Ehrengäste willkommen geheißen: Kreispräsident Heinz Maurus, Ingo Scholz als 1. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Leck und Harald Eis, Beisitzer im Vorstand des Kreissportverbandes Nordfriesland. Maurus überbrachte die Grüße und guten Wünsche des Kreises Nordfriesland sowie dessen Kreistages, Landrates und der Verwaltung. Er wertete den Flugtag für Behinderte als „ganz tolle Veranstaltung“. „Denn wir wissen alle, dass Teilhabe am Leben und eigene Entfaltung – gerade auch für Menschen mit Behinderung – sehr wichtig ist. Dafür zu sorgen, dass dies gelingt, sind alle staatlichen Ebenen aufgefordert, ohne ehrenamtliche Hilfe aber voll aufgeschmissen.“ Deshalb gebühre der Sportfluggruppe Leck großer Dank.

Dieser Meinung schloss sich auch Ingo Scholz an, als er die Grüße der Gemeinde Leck übermittelte. Höhepunkt der Veranstaltung war wieder einmal „DJ Ötzi“-Double Kai Christiansen, der sein Publikum mit den von ihm selbst gesungenen Schlagern rundum begeisterte.

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