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Aktionstag in Leck : Flugtag lockte hunderte Gäste auf die Landebahn

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund 430 Gäste aus unterschiedlichen nordfriesischen Behinderten-Einrichtungen besuchten den 28. Flugtag in Leck

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Zum 28. Male in jährlicher Folge hatte die Sportfluggruppe Leck zu einem „Flugtag für Menschen mit Behinderung“ eingeladen, den sie seit dem Jahre 2006 mit dänischer Beteiligung durchführt. Rund 200 Gäste hatten sich offiziell angemeldet. Es kamen jedoch 430 Personen, unter diesen auch Gruppen aus Dänemark, zuzüglich der etwa 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Im krassen Gegensatz zu den entsprechenden Veranstaltungen der beiden Vorjahre durften die Gastgeber und Gäste sich diesmal über strahlenden Sonnenschein freuen, der für ideale Flugbedingungen sorgte, die von fünf Sportmaschinen und einigen Modellflugzeugen der Sportfluggruppe hinreichend genutzt wurden. Wieder einmal hatten sich Abordnungen diverser Hilfs- und Rettungsorganisationen eingefunden, die sich und ihre Fahrzeuge für Spritztouren mit behinderten Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung stellten. Zur Freude ihrer Fahrgäste jagten sie mit flackerndem Blaulicht und dröhnendem Martinshorn über das Flugplatzgelände, so dass in die Situation nicht eingeweihte Menschen hätten annehmen können, es sei ein schlimmer Verkehrsunfall geschehen oder eine andere Notsituation entstanden. Vertreten waren dabei die Bundespolizei, die Polizeistation Leck, die Freiwillige Feuerwehr Leck, das Deutsche Rote Kreuz, der Katastrophenschutz des Kreises Nordfriesland und private Fahrer von Motorrädern mit Beiwagen.

Wer ruhigere Mitfahrgelegenheiten suchte, fand sie bei den Oldtimer-Freunden aus Bredstedt und Leck. Diese warteten mit einer Ausstellung von bis zu 74 Jahre alten Traktoren der Marken „Normag“, „Lanz-Bulldog“, „Hanomag“, „Deutz-Fahr“ und anderen auf und nutzten diese auch für Spazierfahrten mit Behinderten durch das nahe am Flugplatz gelegene Gelände. Als sehr beliebt erwiesen sich auch Gruppenfahrten in einem per Trecker gezogenen Ausflugswagen.

Besonders begehrt waren erwartungsgemäß kurze Rundflüge, die insgesamt 132 Passagiere wahrnahmen. Wer Schwierigkeiten hatte, in die Maschinen hineinzuklettern, dem wurde auf rücksichtsvolle Weise geholfen. Der Rettungsflugdienst (RFD) hatte angekündigt, mit seinem Hubschrauber „Christoph 52“ auf dem Festplatz zu landen, konnte dies aber wegen eines dienstlichen Einsatzes nicht realisieren. Das „Bürgernetzwerk Nordfriesland“, das sich auf ehrenamtlicher Basis für die Gestaltung eines lebendigen, generationsübergreifenden Zusammenlebens in seiner Region engagiert, war mit einem Stand vertreten, an dem es unter anderem Masken zum Ausschneiden und Gestalten anbot. Dem „Ein-Mann-Festausschuss“ und Hauptorganisator der Veranstaltung in Person von Uto Peschel war es einmal mehr gelungen, Sponsoren zu großzügigen Spenden von Kuchen und Würstchen zu motivieren, die reißenden Absatz fanden.

Zur Mittagszeit hieß der Vorsitzende der Sportfluggruppe Leck, Harald Callsen, alle Versammelten willkommen. In seiner Ansprache dankte er allen Privatleuten, Firmen und Organisationen, die sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt hatten, wobei er Udo Peschel ein Sonderlob aussprach: „Was uns als Veranstalter alle Jahre wieder antreibt, einen Flugtag für Behinderte anzubieten, ist die deutlich spürbare Dankbarkeit unserer Gäste.“ Als stellvertretender Landrat des Kreises Nordfriesland würdigte Jörg-Friedrich von Sobbe den besonderen Flugtag mit dänischer Beteiligung: „Ich denke, es ist bemerkenswert, dass diese Idee, die hier geboren ist und hoffentlich noch viele Jahre fortgeführt wird, auch der Grundstein sein kann für weitere Ideen hier im Lande.“ Die Grüße der Gemeinde Leck und deren Bürgermeisters überbrachte dessen Stellvertreter, Ingo Scholz. „Ich möchte herausheben, dass die seit knapp drei Jahrzehnten durchgeführten Flugtage die Behinderten in einem Maße integriert, das beispielhaft und ungeheuer anerkennenswert ist.“ Für gute Laune sorgte Stefan Klüttermann, Chef der Discothek „Funny Jumpers“. Erstmalig wartete auch der Spielmannszug Langenhorn mit zwei musikalischen Auftritten auf, die beim Publikum hervorragend „ankamen“.

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