Flüchtlingszahlen stellen Lecks Containerdorf in Frage

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08. Januar 2016, 00:34 Uhr

Wird in Leck im April wirklich eine Erstaufnahmeeinrichtung öffnen? Die Landesregierung in Kiel stellt ihre Ausbaupläne für die Erstaufnahme von Flüchtlingen auf den Prüfstand. Dabei werde zu untersuchen sein, ob die bisherige Zielmarke von 25  000 Plätzen in Erstaufnahmeeinrichtungen noch erforderlich sei, sagte ein Sprecher von Innenminister Stefan Studt (SPD) unserer Zeitung. Derzeit gebe es 15  000 Plätze. Lediglich die Hälfte davon sei auch belegt. Der Zuzug von Flüchtlingen liege gegenwärtig bei durchschnittlich 200 Menschen pro Tag. Dieselbe Zahl von Flüchtlingen werde täglich an die Kreise weitergeleitet. Zu Hochzeiten kamen 800 Flüchtlinge pro Tag nach Schleswig-Holstein.

Aufgrund dieser Entwicklungen prüft das Innenministerium nun auch, ob im April noch auf die geplante Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes in Leck zurückgegriffen werden muss. Ursprünglich sollten dort 2000 Flüchtlinge in mehreren hundert Containern unterkommen. Ausschlaggebend wird sein, wie sich der Flüchtlingsstrom in den nächsten Wochen weiter entwickelt. Seite 7

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