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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 01:12 Uhr

Flüchtlingsdienst sucht Helfer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Arbeiterwohlfahrt braucht Betreuer und Paten in Südtondern / Auch Winterkleidung, Fahrräder und Schuhe werden benötigt

von
erstellt am 17.Sep.2015 | 17:09 Uhr

Das Amt Südtondern zeigt sich für den erwarteten Zustrom von Flüchtlingen und Asylbewerbern gerüstet. Als Ordnungsbehörde ist es für die Beschaffung von Wohnraum zuständig, während die Sozialzentren Niebüll und Leck Zahlungen leisten. Doch dazwischen wurde eine Lücke erkannt, die jetzt mit Hilfe der Arbeiterwohlfahrt geschlossen werden soll.

Um die Integratiuon sicherzustellen, holte das Amt die Arbeiterwohlfahrt mit ins Boot, die mit ihren Runden Tischen in diesem Bereich schon tätig ist. Statt eigene Mitarbeiter für die anstehenden Aufgaben zu beschäftigen, übertrug es diese der AWO. Diese hat jetzt 2,5 Stellen zur Verfügung, plus eine Honorarkraft im Rahmen eines Mini-Jobs. Die Aufgabenübertragung wurde mit einer „sozialen Vereinbarung“ geregelt, teilte Oberamtsrat Udo Schmäschke (Fachbereich III „Bauwesen/Ordnung) mit.

Hilke Lehmann, Leiterin des Personal-Pools der AWO und bisher schon für die Betreuung Asylsuchender beim Amt mit 25 Wochenstunden tätig, ist jetzt Vollkraft und mit integrativen Aufgaben befasst. Als Flüchtlingsbetreuerin nimmt sie die dem Amt vom Kreis Nordfriesland zugewiesenen Asylbewerber in Niebüll in Empfang. In der Regel sollen diese im Rathaus eintreffen. Seitens des Kreises ist zunächst von 200 bis 300 Flüchtlingen die Rede. Sie sollen möglichst tagsüber eintreffen, zumeist mit Taxi. Zur Betreuung der Flüchtlinge sucht Hilke Lehmann jetzt dringend ehrenamtliche Betreuer, die sich bei ihr melden können (Telefonnummer 04661/601644 – Mobil 0160-90312747 oder Mail hilke.lehmann@awo-sh.de). Außer Betreuern (oder Paten) werden auch Dolmetscher gesucht.

Die Ehrenamtler sollen – so die Vorstellung der AWO – vor allem Orientierungshilfen leisten und die Asylbewerber mit ihrem neuen Lebensumfeld vertraut machen. Dazu gehören Einkauf, Arztbesuch, Verkehrsregeln, Bus-Verbindungen, DRK-Kleiderkammer, Telefon, Kontakte, Behörden und allgemeine Spiel- und Verhaltensregeln. Zur Begrüßung erhalten die Ankommenden eine Tasche mit Informationsmaterial. Benötigt werden noch Winterkleidung, Schuhzeug, Männerbekleidung, Spielzeug sowie Fahrräder.

Seit Mitte August gibt es in der Arche NF (Bachstelzenring 1)einen Internationalen Runden Tisch, den so genannten „Mittwochstreff“ zum gegenseitigen Kennenlernen, Austausch und einem gemeinsamen Essen. Der Treff dauert von 13 bis 16 Uhr.

Den Betreuungs-Pool der hauptamtlichen Mitarbeiter bilden Hilke Lehmann, Nils Philipp und Jochen Baas sowie Monika Hahn-Naninga als Honorarkraft. Ehrenamtliche Helfer sind auch aus den Nachbargemeinden willkommen.  


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