zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

18. August 2017 | 22:54 Uhr

Flüchtlingsdienst im Amt sucht Helfer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Arbeiterwohlfahrt benötigt Betreuer und Paten für Flüchtlingshilfe in Südtondern / Auch Winterkleidung, Fahrräder und Schuhe werden benötigt

Das Amt Südtondern zeigt sich auf den zu erwartenden Zustrom von Flüchtlingen und Asylbewerbern gerüstet. In seiner Eigenschaft als Ordnungsbehörde ist es für die Beschaffung von Wohnraum zuständig, während die Sozialzentren Niebüll und Leck Zahlungen leisten. Doch dazwischen wurde ein Vakuum erkannt, das jetzt mithilfe der Arbeiterwohlfahrt (Awo) geschlossen werden soll.

Bisher wurde das Amt seinen originären Aufgaben nach besten Kräften gerecht. Doch im Juli kam Hilfe vom Bund, das den Kommunen die Zahlung einer Integrationshilfe von 900 Euro für jeden Asylbewerber ermöglicht. Weil das allein für eine Integration aber nicht reicht, holte das Amt, dem Beispiel anderer Ämter folgend, die Awo ins Boot, die mit ihren „Runden Tischen“ in diesem Bereich schon tätig ist. Statt eigene Mitarbeiter für die anstehenden Aufgaben zu beschäftigen, übertrug es diese der Awo. Diese hat jetzt 2,5 Stellen zur Verfügung plus eine Honorarkraft im Rahmen eines Mini-Jobs. Die Aufgabenübertragung Amt-Awo wurde mit einer „sozialen Vereinbarung“ geregelt, teilte Oberamtsrat Udo Schmäschke (Fachbereich III „Bauwesen/Ordnung) mit.

Hilke Lehmann, Leiterin des Personal-Pools der Awo und bisher schon für die Betreuung Asylsuchender beim Amt mit 25 Wochenstunden tätig, ist jetzt Vollkraft und mit integrativen Aufgaben befasst. In einem Pressegespräch teilte sie nähere Details mit.

Als Flüchtlingsbetreuerin nimmt sie die dem Amt vom Kreis Nordfriesland zugewiesenen Asylbewerber in Niebüll in Empfang. In der Regel sollen diese im Rathaus eintreffen. Im Kreis ist zunächst von 200 bis 300 Flüchtlingen die Rede. Sie sollen möglichst tagsüber eintreffen. Doch ihre Ankunft (zumeist mit Taxen) wird angekündigt.

Zur Betreuung der Flüchtlinge sucht Hilke Lehmann jetzt dringend ehrenamtliche Betreuer, die sich bei ihr melden können (Telefonnummer 04661/601644, Mobil 0160/90312747 oder Mail hilke.lehmann@awo-sh.de). Außer Betreuern (oder Paten) werden auch Dolmetscher gesucht. Die Ehrenamtler sollen – so die Vorstellung der Awo – vor allem Orientierungshilfen leisten und die Asylanten mit ihrem neuen Lebensumfeld vertraut machen. Dazu gehören Einkauf, Arztbesuch, Verkehrsregeln, Bus-Verbindungen, DRK-Kleiderkammer, Telefon, Kontakte, Behörden und allgemeine Spiel- und Verhaltensregeln. Zur Begrüßung erhalten die Ankommenden eine Tasche „mit Inhalt“, zu dem vor allem wichtige Informationen gehören. Benötigt werden noch Winterkleidung, Schuhzeug, Männer-Bekleidung, Spielzeug sowie Fahrräder.

Seit Mitte August gibt es in der Arche NF (Bachstelzenring 1) einen „Internationalen Runden Tisch“, den so genannten „Mittwochstreff“ zum gegenseitigen Kennenlernen, Gespräch, Austausch und einem gemeinsamen Essen (ohne Schweinefleisch) sowie vielem mehr. Der Treff dauert von 13 bis 16 Uhr. Für die Finanzierung der Treffs werden Spenden erbeten (Konto Amt Südtondern IBAN: DE59 2176 3542 0077 8898 87 – BIC: GENODEF1BDS; Kassenzeichen 01/3799031).

Den Betreuungs-Pool der hauptamtlichen Mitarbeiter bilden Hilke Lehmann, Nils Philipp und Jochen Baas sowie Monika Hahn-Naninga als Honorarkraft. Ehrenamtliche Helfer sind auch aus den Nachbargemeinden willkommen.  


zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2015 | 11:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen