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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 22:09 Uhr

Flüchtlinge und Krankenhaus bleiben Thema

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Viele Fragen bei der Einwohnerversammlung geklärt

von
erstellt am 16.Feb.2016 | 14:37 Uhr

Die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, das Thema Krankenhaus und der Anschluss an das Breitbandnetz standen auf der Tagesordnung einer gut besuchten Einwohnerversammlung im Gemeindehaus unter der Leitung von Bürgermeister Ingo Böhm.

Ab März hat das Amt Südtondern in Bosbüll Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet, teilte Böhm mit. Weitere Informationen dazu gab die Flüchtlingsbeauftragte des Amtes Südtondern Hilke Lehmann. Im Amt sind zweieinhalb Stellen für die Betreuung und zwei Dolmetscher-Stellen eingerichtet worden, zu denen bald noch ein Migrationsbeauftragter gehören soll.

Den Flüchtlingen wird nach ihrer Erfassung eine Wohnung zugewiesen. Paten helfen ihnen beim Start, indem sie ihnen alles erklären, zeigen und lebenswichtige Tipps geben – unter anderem zu Einkaufsmöglichkeiten, Tafel und Kleiderkammer. Sie sollen schon nach kurzer Zeit alles selbst regeln können. Für die Betreuung haben sich in Bosbüll bereits Paten zur Verfügung gestellt.

Norbert Golomb, Initiator und Motor der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Niebüller Krankenhauses, schilderte, was dem Haus Niebüll des Klinikums Nordfriesland bisher angetan wurde und noch droht. Zunächst lud er seine Zuhörer zur Teilnahme an einer Groß-Demo am 23. März in Husum ein. Außerdem soll an diesem Tag eine Menschenkette um das Klinikum Niebüll gebildet werden. Scharf kritisierte er die geplante Verlegung von Leistungen nach Husum und forderte den Erhalt des Standortes Niebüll für eine vollständige Versorgung. Es könne nicht angehen, dass ein Standort (Husum) auf Kosten eines anderen (Niebüll) gestärkt werde. Ureigene Aufgabe des Krankenhausträgers sei es, die Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, pflichtete ihm Bürgermeister Böhm bei.

Gute Nachrichten gab es für Internetnutzer: Die Arbeiten für den Anschluss an das Breitbandnetz sollen schon im März beginnen. Allerdings muss der Außenbereich wegen zu hoher Anschlusskosten vorerst noch außen vor bleiben.


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