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Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 00:14 Uhr

Finanziell wird es eng für die Gemeinde

vom

Einem Überschuss in Höhe von 159 000 Euro durch Gewerbesteuereinnahmen steht ein drohender Unterschuss von 93 000 Euro gegenüber

Klixbüll | Den Auftakt zur jüngsten Gemeindevertretersitzung bildeten Berichte aus den Ausschüssen. Im Namen des Bau-, Energie-, Wege- und Umweltausschusses teilt Sven Gehlsen mit, die Bankette in der Schulstraße sei aufgefüllt worden. Auch seien die im Zuge der Verlegung der Wärme-Leitungen entstandenen Schlitze bereits wieder geschlossen worden. Für den angestrebten Anschluss der Photovoltaikanlage an die Online-Überwachung könne voraussichtlich ein Anschluss im Kindergarten genutzt werden.

Als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport gab Dirk Christiansen bekannt, ein neu gebildeter Ausschuss befasse sich mit der geplanten Verlängerung der Öffnungszeiten der Kinderstube und des Kindergartens. Es sei die Frage aufgeworfen worden, ob nicht ausgebildete Jugendgruppenleiter eine pädagogische Fachkraft als Aufsichtskraft ersetzen könnten.

Als Chef des Finanzausschusses ging Dirk Friedrichsen auf die vorläufige Bilanz des Gemeindehaushaltes ein, dessen finanziellen Spielraum er als "echt eng" bewertete. Zwar sei aktuell aufgrund guter Gewerbesteuereinnahmen ein erfreulicher Überschuss in Höhe von etwa 159 000 Euro ausgewiesen, doch zeichne sich für das laufende Jahr ein Unterschuss von 93 000 Euro ab. Was die laufenden Darlehen betreffe, so sei zu überprüfen, ob eine Umschuldung Sinn mache.

Bürgermeister Werner Schweizer sprach in seinem eigenen Bericht 18 Themen an. Unter anderem dankte er allen freiwilligen Helfern, die bei Erdarbeiten am Container der Kinderstube selbst angepackt hatten. Susanne Nielsen und Thomas Thomsen dankte er für die organisatorische Vorbereitung einer Fahrt zur Gemeinde Neu Poserin, mit der Klixbüll eine bereits 20-jährige Partnerschaft verbindet. Angefertigt wurde eine Plakette, die Neu Poserin überreicht werden soll. Werner Schweizer kündigte an, in Kürze werde die Polizei in verstärktem Umfange Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Der Anschluss der Gemeinde an das Breitbandnetz ist für Anfang 2014 vorgesehen. Die neue Windenergiegesellschaft habe sich bereiterklärt, an die Breitbandgesellschaft einen Zuschuss zu zahlen. Das Biotop am Altenwohnheim werde leider als Hundebad missbraucht. Ein großes Hinweisschild solle für Abhilfe sorgen. Einem Antrag der dänischen Zentralbücherei auf Gewährung eines Zuschusses sei entsprechend der Regelung stattgegeben worden, die man für das deutsche Büchereiwesen anwende.

Die als Entwurf vorgelegte "1. Nachtragssatzung zur Entschädigung von Ehrenbeamten und ehrenamtlich Tätigen" akzeptierte die Gemeindevertretung einstimmig. Sie wird am ersten September dieses Jahres in Kraft treten. Die Nachtragssatzung sieht für die Teilnahme an Sitzungen anstatt eines bestimmten Geldbetrages ein "Sitzungsgeld in Höhe des Höchstbetrages nach der jeweils geltenden Entschädigungsverordnung" vor.

Einig waren sich die Gemeindevertreter darin, dass für das beheizte, an die Bio gaswärme angeschlossene örtliche Schwimmbad dringend Werbemaßnahmen erfolgen sollten, um die Zahl der Besucher zu steigern. In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, einen Flyer zu erstellen und öffentlich auszulegen, im Internet aktiv zu werden, in Absprache mit dem Straßenbauamt große Hinweisschilder aufzustellen und vieles mehr. Als Sofortmaßnahme wurde beschlossen, an der Hauptstraße Strohballen aufzustellen und mit Hinweisschildern zu bestücken.

Auf Antrag der "eE4mobile E.G", die ohne eigene Einkünfte die Elektromobilität für Fahrrad und Auto fördert, wurde beschlossen, zunächst einmal einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 100 Euro zu gewähren. Für das diesjährige Dorf- und Erntefest wurde ein vierköpfiger Festausschuss gebildet. Die Feier soll am 19. Oktober im Dorfgemeinschaftshaus der Gemeinde Tinningstedt stattfinden. Eventuell wird dafür ein Fahrdienst eingerichtet.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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