Gemeindevertretung : Finanzen in Rodenäs: Auf Minus folgt Plus

. Der Haushalt 2017 wird mit einem Defizit abschließen, für 2018 wird ein Überschuss erwartet.
. Der Haushalt 2017 wird mit einem Defizit abschließen, für 2018 wird ein Überschuss erwartet.

Gemeinde präsentiert „soliden Hauhalt“ für 2018. Abwasserbeseitigung wird günstiger.

shz.de von
14. Dezember 2017, 11:53 Uhr

Rodenäs | Von einem erfreulichen und soliden Haushalt 2018 sprach Sven Matthiesen vom Amt Südtondern als er das Plan-Zahlenwerk für die schuldenfreie Gemeinde Rodenäs auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter vorstellte. „Dieses ist auch umso wichtiger, da die Abrechnung für 2017 mit einem negativen Ergebnis abschließen wird“, schränkte der Fachmann aber gleich ein.

Bei Erträgen im Ergebnishaushalt von gut 594 000 Euro und Aufwendungen von gut 551 000 Euro wird mit einem Jahresüberschuss von 42 800 Euro gerechnet. Die Haupteinnahmequellen liegen in den Steuern mit zusammen 358 300 Euro und Schlüsselzuweisungen von 171 000 Euro. Die Ausgabenschwerpunkte sind die Schulkostenbeiträge für derzeit 38 Kinder mit 78100 Euro, die Kindergartenbeiträge für 9 Kinder mit 49 600 Euro, der Ansatz für die Feuerwehr mit 29 000 Euro sowie die Unerhaltung der Gemeindestraßen mit 70 600 Euro.

An Umlagen für Kreis, Amt und Gewerbesteuer sind 237 600 Euro zu zahlen. Durch das negative Ergebnis in diesem Jahr wird sich Ende 2018 in der Liquidität der Gemeinde wahrscheinlich ein Minus von gut 45 000 Euro ergeben. Die Steuerhebesätze bleiben mit 370 Prozent in der Grundsteuer A, 390 Prozent in der Grundsteuer B und 380 Prozent in der Gewerbesteuer unverändert.

Bürgermeister Nissen berichtete, dass die Gebührenrechnung zur Abwasserbeseitigung nach Überprüfung im Drei-Jahresrhythmus eine Erstattung der Stromkosten von gut 10 000 Euro ergeben hat. Diese wird bei der Neuberechnung der Gebühren für die Jahre 2018 bis 2020 berücksichtigt, so dass sich für die betreffenden Haushalte gemäß Beschluss eine Ermäßigung der Grundgebühren von bisher monatlich 15,35 Euro auf 14,90 Euro und bei der Zusatzgebühr von 3,22 Euro auf 1,86 Euro je Kubikmeter Abwasser ergibt.

Wie Jörg Nissen weiter erläuterte, führt der Wiedingharder Naturschutzverein unter anderem die Vogelzählung im Rickelsbüller Koog (gehört zur Gemeinde Rodenäs), die Wattsockelbetreuung und die Kartierung der Zugvögel durch. Trotz Förderung durch das Land ergibt sich für den Verein aber ein jährlicher Fehlbetrag. Um einen Zusammenschluss mit überörtlichen Verbänden zu vermeiden, wurde beschlossen, den Verein wie schon seit 2012 auch für die beiden kommenden Jahre mit jeweils 1000 Euro zu unterstützen.

Bereits im März 2011 hat die Gemeindevertretung die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes für das gesamte Gemeindegebiet beschlossen. Die erste Auslegung der Planentwürfe erfolgte dann im Sommer 2014 und aufgrund erneuten Beschlusses auch im August diesen Jahres nochmals öffentlich. Diplom-Biologin Karen Hansen vom Ingenieurbüro Hansen aus Horstedt erläuterte nun während der jüngsten Gemeindevertretersitzung unter anderem die Stellungnahme der Landesplanung.

Diese sieht zu viel Wohnbebauung und monierte das ehemals landwirtschaftliche Gebiet „Elektro“ als Splittersiedlung. Aber in der Stellungnahme bekräftigt die Gemeinde Rodenäs, erst bei Nachfragen aus der Bevölkerung die für die Wohnbebauung ausgewiesenen Flächen konkret zu überplanen und für den Elektrobetrieb ein Sondergebiet auszuweisen. Die übrigen Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen und eingehalten: Laut Bürgermeister Jörg Nissen ist der Plan nun „in der Feinabstimmung“.






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