Filmclub zeigt Portrait über Hitler-Attentäter

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18. Oktober 2015, 15:52 Uhr

Morgen, 20 Uhr, präsentiert der Filmclub einen deutschen Spielfilm in Ecks Kino: In „Elser – Er hätte die Welt verändert“ (2014) geht Regisseur Oliver Hirschbiegel der Frage nach, wer der Mann war, der am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller Hitler mit einer Bombe töten wollte (Drehbuch: Fred und Leonie-Claire Breinersdorfer). Im Portrait stellt Hirschbiegel einen bescheidenen Mann vor, der seinem Gewissen folgte und dessen herausragende Fähigkeit darin bestand, Zivilcourage zu zeigen.

Im Film werden Szenen, die sich um das Attentat und die Folgen drehen – Vorbereitung und Scheitern des Anschlags, Verhaftung, Verhöre und schließlich die Erschießung in den letzten Kriegswochen im KZ Dachau und Szenen, die Herkunft und Leben des schwäbischen Tischlers Elser vermitteln, gezeigt. Dies geschieht in Form von Rückblenden und kleinen Zeitreisen, die die jugendbewegte „heile“ Welt, aber auch die wirtschaftliche Not sowie die radikalen Strömungen zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus vor 1933 und die Verschärfung nach 1933 veranschaulichen. Es gelingt dem Regisseur, die Entwicklung Elsers (Christian Friedel) von einem lebensbejahenden Menschen zum Widerstandskämpfer aufzuzeigen. Der Film bekam angesichts der Tatsache, dass Elser über Jahrzehnte in der Öffentlichkeit nicht einmal als Widerständler, sondern eher als erfolgloser Wirrkopf galt, viel Lob.

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