Filmclub: Eine Taube als Mittelpunkt der Satire

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02. Juni 2015, 10:31 Uhr

Der Titel klingt sonderbar. „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach” heißt der Film, den der Filmclub heute, 3. Juni, in Ecks Kino ab 20 Uhr zeigt.

Der schwedische Regisseur Roy Andersson stellt in seiner Filmsatire „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“ (2014) in 39 skurrilen und schrillen Szenen seine Sicht über uns Menschen vor. Der Zuschauer schaut wie in einem Panopitkum staunend, geschockt und hilflos zu.

Ein Beispiel: Auf einer Fähre wird einem Mann ein Krabbensandwich und ein Bier serviert. Er fällt tot um. Die Kellnerin fragt, ob jemand Sandwich und Bier haben möchte. Er hat ja schon bezahlt.

Gesetze des Alltags werden aufgehoben, Zeit und Räume verschieben sich wie in einem Traum. Zusammengehalten werden die Episoden durch Sam und Jonathan, zwei Vertreter von Scherzartikeln. Sie tingeln durch die Provinz und preisen Vampirzähne, Lachsack und die Maske „Gevatter Eisenzahn“ mit dem Slogan „Wir möchten ihnen helfen Spaß zu haben“ an. Die Kommunikationsfähigkeit der Menschen wird durch den Ohrwurm „Es freut mich zu hören, dass es dir gut geht“ dokumentiert.

Der Film wurde ausgezeichnet, erhielt auf dem Festival in Venedig die Goldene Palme.

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