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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 19:18 Uhr

Bramstedtlund : Feuerwehr muss nachrüsten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am Gerätehaus stehen Reparaturen und Renovierungen an. Die Einsatzkräfte wünschen sich einen Druckluftkompressor für ihr Fahrzeug.

Das Thema Feuerwehr beschäftigte die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung. Stellvertretend trug Wehrführer Helge Petersen diverse Angelegenheiten aus seinem „Beritt“ vor. So weise das vorhandene Rolltor des Feuerwehrgerätehauses keine Federbruchsicherung auf, die aber zwingend vorgeschrieben ist. Ob eine Reparatur oder die Anschaffung eines neuen Tores anstehe, solle in nichtöffentlicher Sitzung beraten und entschieden werden, genau wie die eventuelle Beschaffung eines Druckluftkompressors für das neue Feuerwehrlöschfahrzeug. Dieser sei in Standzeiten für die Druckerhaltung unverzichtbar. In und vor dem Gerätehaus stünden diverse Renovierungsarbeiten an, so sagte der Wehrführer. Der heimische Löschteich sei zugewachsen und müsse freigeschnitten werden. Einen Bagger einzusetzen, sei aber erst im Haushaltsjahr 2016 möglich. Ob eine bestehende, aber demnächst auslaufende Zusatzversicherung zum Preis von 95 Euro pro Jahr fortgeführt werden solle, müsse die Gemeindevertretung entscheiden. Die Versicherung greift im Falle von Unfällen auch bei Vorerkankungen des Geschädigten. Die Abstimmung ergab – bei einer Enthaltung – den einstimmigen Verzicht auf die Fortsetzung des Vertrages.

Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen teilte mit, am 5. September habe eine Informationsveranstaltung stattgefunden, in deren Mittelpunkt die neuerdings geforderte Führung von Kameradschaftskassen der Freiwilligen Feuerwehren gestanden habe. Es sei nunmehr erforderlich, der Gemeindevertretung eine Jahresrechnung vorzulegen und einen einfachen Haushaltsplan aufzustellen. Im Falle verbuchter Spenden müsse klar dargestellt werden, ob diese zweckgebunden dem Brandschutz oder der Kameradschaftspflege zugedacht seien. Steuerpflichtige Einnahmen aus Lotterien oder Veranstaltungen seien gesondert auszuweisen.

Anlässlich einer Bürgermeisterrunde im Gebäude des Amtes Südtondern hatte Lars Harms die Vorstellungen der SSW-Landtagsfraktion zur Veränderung der Kommunalstrukturen vorgestellt. Die Bürgermeister, so berichtete Rosemarie Lorenzen, hatten in der angedachten Großkommunenstruktur jedoch erhebliche Nachteile gesehen und deutlich aufgezeigt. Zum Sachstand des Umgangs mit Asylsuchenden wurde bekanntgegeben, es seien – überwiegend in Niebüll, Leck und den größeren Orten – 50 Wohnungen angemietet worden. Die schnelle Bereitstellung von Wohnraum sowie die Organisation der Betreuung und Versorgung der Asylbewerber stelle für die Verantwortlichen eine echte Herausforderung dar.

Ausführlich sprach die Bürgermeisterin auch den Sachstand bezüglich geplanter Windkraftanlagen an. Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Schleswig, das die bisherigen Regionalpläne für ungültig erklärt habe, für besondere Situationen aber Ausnahmen nicht ausgeschlossen habe, warte man noch auf die Ergebnisse mehrerer Prüfungen.

Eine vom Kommunalen Prüfungsamt Nord durchgeführte Ordnungsprüfung für die Haushaltsjahre 2007 bis 2013 wurde offiziell zur Kenntnis genommen und einstimmig akzeptiert. Beanstandet hatten die Prüfer zum einen die erheblich zu niedrig festgesetzte Hundesteuer. Im Jahre 2013 hatte der Hundesteuersatz für den ersten Hund 65 Euro, für den zweiten 70 Euro und für den dritten 75 Euro gelautet, obwohl der für Bedarfsgemeinden geltende Erlass des Innenministeriums einen Steuersatz von mindestens 110 Euro vorgesehen habe. Um den dadurch entstandene Einnahmeverlust in Höhe von rund 1000 Euro sei der geltend gemachte Fehlbetrag zu kürzen. Des Weiteren hatten die Prüfer befunden, die am 11. Juni 2012 beschlossene neue Entwässerungssatzung sei nicht ordnungsgemäß bekannt gemacht worden und somit gar nicht in Kraft getreten. Die korrekte Festsetzung der Gebühren müsse nachgeholt werden. Einstimmig fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, die im Entwurf vorliegende Satzung über die Entwässerung der Grundstücke innerhalb der geschlossenen Ortschaft dahingehend zu ergänzen, dass die Gemeinde Bramstedtlund einen Pauschalbeitrag an den Wasser- und Bodenverband zu zahlen hat.

 

Weitere Themen in Kürze

Die ortsansässige Künstlerin Christel Burmeister-Gronau wird am 16. Oktober in Dagebüll ihr Skulpturenprojekt „Grützpötte im Wattenmeer“ vorstellen.

 Einstimmig genehmigte die Gemeindevertretung eine Ausgabe in Höhe von 8000 Euro  für geleistete Knickpflegearbeiten an den Gemeindestraßen.  

 Mit der geplanten Sonderfinanzierung des Neubaus der Niebüller  Südtondernhalle erklärte sich die Gemeindevertretung einstimmig im Grundsatz einverstanden, vorausgesetzt jedoch, die Stadt Niebüll werde ihren Anteil in Höhe von einem Drittel der Mehrkosten (im Vergleich zu einer Hallensanierung) übernehmen.

 Die Fahrbücherei kostet pro Einwohner jährlich 1,71 Euro.

 Mit Bedauern wurde festgestellt, dass es im gesamten Gemeindegebiet keinen Standort für einen Defibrillator gibt.

 Angeregt wurde, im Jahre 2016 auf dem öffentlichen Spielplatz und rund um das Feuerwehrgerätehaus einen Dorf-Flohmarkt zu veranstalten.

 Noch rechtzeitig vor Beginn der Maisernte soll im Gemeindegebiet eine Einbahnstraßen-Beschilderung stattfinden.

 Der Bitte der Freiwilligen Feuerwehr, unter den Ortseingangsschildern auf aktuelle Veranstaltungen hinweisen zu dürfen, wurde einstimmig stattgegeben.
 

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erstellt am 29.Sep.2015 | 05:00 Uhr

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