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Festakt für ein besonderes Gemeinschaftsprojekt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Neues Symbol für die Städtepartnerschaft: Haus im Malmesbury-Park wurde von Vertretern der Stadt und Schulen eingeweiht

Ein gelungener Festakt im Freien: Bei sommerlichen Wetter feierten Vertreter aus Politik und Verwaltung gemeinsam mit den Freiwilligen vom Kinder- und Jugendbeirat die Einweihung des mit typischen Stadtmotiven bemalten „Malmesbury-Hauses“ im gleichnamigen Park. Eine neue Attraktion für Niebüll, die den ausgelichteten Malmesbury-Park aufwertet und auch die Namenswahl der Erholungsfläche endlich verständlich macht.

Bürgervorsteher Uwe Christiansen freute sich wie alle Anwesenden, dass hier ein Projekt im Zusammenwirken von vielen Beteiligten gut gelungen sei. „Toll, dass auch die jungen Engländer noch mitgemalt haben“, sagte er in seiner Rede. Künstlerin Uschi Schmiedeberg bekam vom Stadtoberhaupt einen bunten Blumenstrauß überreicht, die Jugendlichen und Kinder erhielten Anerkennungsgeschenke. Auch Niebülls Ehrenbürger Friedrich Paulsen spendete viel Beifall. „Es ist ein komplettes Gemeinschaftswerk“, lobte Bürgermeister Wilfried Bockholt, „wir haben beispielsweise die Motivauswahl gemeinsam betrieben.“ Besonders fasziniere ihn die perspektivische Malerei der Künstlerin. Ann-Kathrein Gräning vom Niebüller Kinder- und Jugendbeirat assistierte: „Ich habe viel bei Uschi Schmiedeberg gelernt und war am Ende von mir selbst beeindruckt, wie die Umsetzung der Perspektive beim Vormalen geklappt hat.“ SSW-Stadtvertreter Lorenz Jessen lobte ebenfalls die Malaktion als von Anfang an gelungene Geschichte: „Ich bin stolz darauf, hier hat die Kommunalpolitik mit Hilfe der Kinder etwas geschafft.“

CDU-Fraktionschef Bernd Neumann verwies darauf, dass die Instandsetzung des Parkes nicht zu vergessen sei. Erst die umfassende gärtnerische Pflege des Parks durch das Team um Stadtgärtner Jochen Johannsen habe die Grundlage für das Ereignis geschaffen. „Nun trägt der Park seinen Namen zu Recht. Ich bin begeistert, wie die Kooperation Schule, Kinder, Künstlerin zum Wohle der Stadt funktioniert hat.“ Anja Cornils, Vorsitzende des Vereins der Städtepartnerschaften, zeigte sich hocherfreut über die gelungene Kunst-Aktion. „Ich fand die Idee gleich toll.“ CDU-Stadtvertreter Bert Bruhn bezeichnete die ausgewählten Malmesbury-Motive als gelungen und bewertete das bunte Häuschen als „Bereicherung für den Park“. Als Ideengeber für die Bemalung enttarnte sich auf Nachfrage Peter Schumann, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Wirtschaft, der seinerzeit den Kinder- und Jugendbeirat mit seinem Vorschlag aufgesucht hatte. „Von da an nahm alles seinen Lauf“, hielt sich der SPD-Politiker bescheiden zurück. Dem vorausgegangen war der CDU-Antrag zur „Verschönerung des Malmesbury-Parks aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft“.

Ba Thien Tran, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirats, sagte: „Es ist ein tolles Projekt, wir freuen uns, dass es gelungen ist.“ Die Hauptarbeit hätten jedoch Ann-Kathrein Gräning und ihre sieben Helfer(innen) geleistet, deren Namen jetzt auf dem Häuschen prangten. Die engagierte Schülerin der FPS durfte sich sogar einen kleinen persönlichen Scherz erlauben. Als Segelfliegerin malte sie ein kleines Segelflugzeug in den Himmel über dem Market-Cross. Und auch Uschi Schmiedeberg hinterließ ein kleines Markenzeichen. Beim Bildnis des Hotels „Old Bell“ hockt eine Möwe frech im Geäst. Bei Snacks und Getränken gab es noch manchen Schnack und Erinnerungen an früher. „Einst stand hier das Häuschen mitten in einer Kleingartenparzelle der Familie Petersen“, erklärte Uwe Christiansen, das Häuschen habe später großformatige Schachfiguren beherbergt. Für die Zukunft kann sich Uschi Schmiedeberg das „Malmesbury-Haus“ als Kunsttempel vorstellen. „Hier könnte man Sommermalkurse für Schüler oder Touristen anbieten.“ Eine Idee, die beim Bürgervorsteher auf offene Ohren stieß. „Wir müssen den Besuchern der Stadt etwas bieten.“ Der Park hat auch eine neue LED-Beleuchtung erhalten, als Schlusspunkt folgen demnächst noch erklärende Tafeln am Häuschen.

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