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Dörpscampus Klixbüll : Fertiggestellt zur Dreifachnutzung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Feierliche Einweihung des insgesamt 701.000 Euro teuren „Dörpscampus“ als Teil eines Dorfmittelpunkts für Klixbüll

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erstellt am 16.Jan.2016 | 05:30 Uhr

Festtagsstimmung in der Gemeinde Klixbüll: Gestern wurde der Dörpscampus eingeweiht, ein 701  000 Euro teures Vorhaben, das bei Jung und Alt in Dorf Freude auslöst. Nach Plänen der Niebüller Architektin Bianca Paulsen entstand ein Anbau, der Schulgebäude und Turnhalle miteinander verbindet, den Kindern der Grundschule sowie der Dorfgemeinschaft zugute kommt und Aktivitäten in vielen Facetten möglich macht.

Den Namen der Einrichtung schlug Rolf Friedrichsen als Arbeitstitel vor. Dabei ist es beim Dörpscampus geblieben. Campus? Dieses Substantiv kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Feld“. Das New Jersey College in den USA nannte sich 1746 erstmals so, in den 1960-er Jahren folgten deutsche Universitäten mitsamt ihrer Infrastruktur rundum. Jetzt ist der Campus „auf dem Dorf“ gelandet. Warum auch nicht, zumal er auch dort ein Ort gemeinsamen Lebens und Lernens ist, wie Bürgermeister Werner Schweizer es nannte.

Er berichtete einer breit gefächerten Schar von Gästen aus Schule, Kommunalpolitik, Vereinen, Helfern und an der Entstehung Beteiligten, wie alles von statten ging. Nachdem man sich in der Gemeinde über Konzept und wesentliche Details klar und auch einig war, das Wagnis anzugehen, wurde beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) der Zuschussantrag gestellt. Der Zuwendungsbescheid über 345  113 Euro lag einen Monat später vor. In den Osterferien erfolgte daraufhin der Start der Bauarbeiten. Ende November waren sie abgeschlossen. Am 1. Dezember folgte die erste Musikstunde in der Mensa.

Mit dem Dörpscampus hat Klixbüll – bisher ein Dorf ohne Mittelpunkt – nun eine Art Dorfgemeinschaftshaus, wie man den Campus an der Schule auch nennen kann. „Wir von der Gemeindevertretung sind zufrieden, dankbar und froh, dass uns das alles gelungen ist“, zog Bürgermeister Schweizer den Schlussstrich unter das Vorhaben. Zum Mittelpunkt des Dorfes gehöre neben Kindergarten, Schule, Schwimmbad nun auch der Campus. „Besser geht es nicht“, lobte Werner Schweizer das neue Zentrum. Es sei ideal auch für junge Familien mit Kindern. Er sprach von einer Dreifachnutzung durch Schule, OGS und jedermann. In der Gemeinde ist bereits der Verein „Dörpscampus Klixbüll“ gegründet worden, der das Haus verwalten und Veranstaltungen sowie Aktivitäten organisieren soll. Bei dem Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte Klixbüll vor ein paar Wochen einen vorderen Platz erreicht. Klixbülls Teilnahme am Wettbewerb hat sich inzwischen so weit herumgesprochen, dass die Gemeinde nun eine Einladung zur Grünen Woche in Berlin erhielt. Außerdem soll das Klixbüller Campus-Modell demnächst in einem Film dargestellt werden – und zwar beispielhaft für die Verbindung der Schule mit dem Kindergarten.

Bürgermeister Schweizer nahm die Einweihung des Dörpscampus zum Anlass, allen beteiligten Helfern, Sponsoren und Förderern zu danken. Aus ihren Reihen gab es Grußworte, in denen Anerkennung und viel Lob für diese besondere Einrichtung anklangen.

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