Tagung der Gemeindevertretung : Fernwärme für Schwesing kommt

Demnächst Einwohner-Info über Biogasanlage.

Avatar_shz von
26. Februar 2013, 08:09 Uhr

Schwesing | Mit dem Hinweis auf massive Wegeschäden, entstanden durch schwere landwirtschaftliche Maschinen, eröffnete ein Zuhörer in der Einwohnerfragestunde die jüngste Gemeindevertreter-Sitzung in Schwesing. In diesem Zusammenhang verwies der Einwohner auf den mangelhaften Zustand der Entwässerungsgräben. Bürgermeister Wolfgang Sokoll wies darauf hin, dass sich der Bau- und Wegeausschuss bereits bei einer Begehung ein Bild davon gemacht habe.

Ein weiterer Bürger erkundigte sich nach dem aktuellen Sachstand im Bauleitplanverfahren Biogasanlage Schwesing. "Ist die Wärmeversorgung für das Dorf noch geplant?", lautete seine Frage. Weiter wollte er wissen, ob in der Anlage tatsächlich Hühnermist, Stichwort Botulismus, verarbeitet werden soll. "Der Sonderausschuss Biogas wird sich in Kürze mit den Planungsunterlagen beschäftigen", sagte deren Vorsitzender Udo Lohr. Die Investoren hätten zugesagt, die Öffentlichkeit bald zu informieren.

Bürgermeister Sokoll unterrichtete das Gremium über das Open-Air-Bachblytenfestival vom 2. bis 4. August auf den Flughafen Schwesing. Bis zu 1000 Besucher würden zu dieser nächtlichen Veranstaltung erwartet. Ob diese Veranstaltung auf dem Flughafen stattfindet, muss allerdings noch geklärt werden. Die Flughafen Husum GmbH habe dies noch nicht genehmigt.

Weiter befasste sich das Gremium mit der Änderung des Flächennutzungsplans für das zehn Hektar große Sondergebiet Bioenergie. Dabei ging es um die eingegangenen Stellungnahmen und Abwägungsvorschläge sowie die erneute Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und Behörden sowie der Nachbargemeinden. Dabei verwies Gerd Carstensen, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Viöl, auf ein Schreiben der Landesplanung Schleswig-Holstein hin. Darin heißt es, dass der Bebauungsplan Nr. 6 "Bioenergie Schwesing" im November in Kraft getreten ist. Fünf der zehn Gemeindevertreter mussten wegen Befangenheit den Sitzungsraum verlassen, die noch verbliebenen stimmten geschlossen dem Vorhaben zu. Weiter musste sich das Gremium mit der Änderung der Gemeindeordnung befassen. Die Gemeinde darf Spenden, Schenkungen und andere Zuwendungen einwerben und annehmen oder an Dritte vermitteln. Für die Gewerbetreibenden möchte die Gemeinde südlich der K 62 und westlich vom Sergeantenweg ein Mischgebiet errichten. Laut der Bauabteilung sei dies zulässig, berichtete Sokoll. So beschloss der Gemeinderat die Aufstellung der elften Änderung des F-Plans und des Bebauungsplans.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen