Fernmelder profitieren von Bundeswehrreform

shz.de von
10. November 2011, 03:59 Uhr

Stadum | Während die Flugabwehrraketengruppe 25 im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst wird, darf sich das Fernmelde-Bataillon Stadum über einen Zuwachs freuen. Die Soll-Starke wird von derzeit 680 auf 960 Bedienstete aufgestockt.

Die Soldaten in Stadum gehören zum Fernmeldebereich 91, den sogenannten Aufklärungskräften. Im Bunker in Stadum wird mit Hilfe des riesigen Antennenwaldes bei Bramstedtlund der Funkverkehr ausländischer Streitkräfte in Krisengebieten abgefangen, in denen die Bundeswehr im Einsatz ist. Sie sammeln Daten über Standorte, Schlagkraft und Bewaffnung. "Wir müssen frühzeitig aufkommende Krisen und Bedrohungen erkennen, um möglichst schnell die Einsatzkräfte vor Ort informieren zu können", erklärt Kommandeur Manfred Warne bold (53, Foto). Da es sich um zeitkritische Informationen handle, die schnell weitergeleitet und bewertet werden müssen, sei eine Prozessoptimierung hilfreich. Dazu werden der in Flensburg ansässige Führungsstab sowie die dortige Einsatz- und Meldezentrale, insgesamt 240 Stellen, aufgelöst. Ein Großteil davon wird Stadum zugeschlagen. "Von den neuen Strukturen versprechen wir uns effizientere Arbeitsabläufe", so Warne bold. Wann genau die Reformpläne umgesetzt werden, steht indes noch nicht fest.

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