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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 02:21 Uhr

Ausstellung : Feminine Perspektiven im Amt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bis Ende September sind im Amt Südtondern rund 100 Bilder der Malerin Holle Schauder aus Niebüll zu sehen

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2015 | 05:00 Uhr

Zum Doppel-Jubiläum – 75. Geburtstag, 50 Jahre Kunst – lädt die Niebüllerin Holle Schauder am Donnerstag, 27. August, 18 Uhr, zur Vernissage ins Amt Südtondern in der Marktsraße. Die einleitenden Worte spricht Dr. Karin Tuxhorn.

Die Künstlerin Holle Schauder stellt zirca 100 Arbeiten aus ihrem nahezu lebenslangen Schaffen aus. Zu sehen sind Grafiken, Skizzen, Studienblätter und Gemälde in Acrylfarben. Viele ausdrucksvolle Porträts werden in der Schau zu sehen sein. Denn Holle Schauder hat Spaß an Gesichtern. Vom Altbauern aus der Gath bis zu Robert Redford, in den sie ein wenig verliebt ist. Aber auch Picasso musste schon dran glauben. „Ältere Menschen schätze ich!“ Denn nicht nur das Malergenie, auch die gegerbten Gesichter aus dem Norden bieten mehr Möglichkeiten zur Gestaltung als ein glattes Kindergesicht. Unter diesen Kunstwerken ist auch ihr Lieblingsbild zu finden.

Vorgeprägt durch das Elternhaus war die kleine Holle bereits von Kindersbeinen an. „An den Wänden hingen vererbte Originale“, erinnert sich die Künstlerin. Schon als Vierjährige malte sie. Eigentlich kein Wunder, denn schon ihre Vorfahren waren namhafte Maler. „Leider habe ich meine Schulzeichnungen nicht mehr“, sagt die sympathische Niebüllerin lachend. Als Grundschullehrerin unterrichtete sie Kunst, konnte dabei mit den Schülern alle darstellenden Techniken ausprobieren – und weitervermitteln.

Trotz Familie mit drei Kindern nahm die Künstlerin an Kursen teil, auf dem Scheersberg hatte sie eine Art Erweckungserlebnis. Fern von der Familie tankte sie Energie beim experimentellen, figürlichen Aktzeichnen und -Malen. „Zwölf Frauen kamen bei Musik, Tanz und Farbe mächtig in Schwung“, erinnert sich Holle Schauder an die kreative Zeit. Viel Erfolg hat sie in der Folge mit ihren eigenen Kreationen und gestaltete auch mit spitzer Feder – friesische Motive auf Postkarten oder Streichholzschachteln.

Doch der Workshop wirkte nach: Holle Schauder hat ein Faible für weibliche Figuren, setzt einen eigenen Schwerpunkt mit Studien von jungen Frauen, so zum Beispiel ein „blauer Rückenakt“. Gleichwohl experimentiert sie, wagt stets neue Perspektiven. Sie ist nach wie vor Mitglied mehrerer Künstlervereinigungen wie der Gruppe Drei Harden (auch Malgruppe Herbert Andersen), die teils zusammen malen, teils gemeinsam ausstellen.

Dr. Karin Tuxhorn war gern bereit, zur Eröffnung zu sprechen. Gemeinsam traf man sich zum Gespräch. Mit dabei Ehemann Axel, der Holle Schauders schärfster Kritiker ist. „Er bekommt meine Arbeiten als Erster zu sehen.“ Lange warten muss Axel Shauder nie. „Ich male gern schnell, in hohem Tempo! Dabei kommt mir die Acrylfarbe entgegen. Öl würde mir viel zu lange dauern.“ 


Die Ausstellung läuft bis Freitag, 18. September. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8 bis 12 Uhr, Donnerstag: 14 bis 18 Uhr
 

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